Digitalstudie: Online-Shopping boomt bei Jugendlichen 0 10

Die Postbank Jugend-Digitalstudie 2021 hat das Online-Shopping-Verhalten von Jugendlichen analysiert. Wie die Ergebnisse zeigen, sind die Ausgaben von Teenagern im Onlinehandel massiv angestiegen - gleichzeitig wächst aber auch der Wunsch nach nachhaltigen und klimafreundlichen Prozessen.

Die durchschnittlichen Ausgaben von Jugendlichen im Internet sind im Laufe der Pandemie um ein Drittel angestiegen. Das ist das Ergebnis der repräsentativen Digitalstudie der Postbank. Je jünger die Befragten sind, desto eher haben sie ihr Onlineshopping-Verhalten während der Lockdowns intensiviert. 

Onlinekäufe bei Teenagern nehmen enorm zu

Laut Studie shoppen rund 55 Prozent der befragten 16-Jährigen seit 2020 öfter im Netz. Bei den 17-Jährigen sind es 48 Prozent, bei den 18-Jährigen 44 Prozent. Doch nicht nur die Anzahl der Käufe ist gestiegen – auch die Ausgaben pro Kauf haben sich massiv erhöht. So geben 16-Jährige im Durchschnitt 60 Euro pro Monat im Internet aus, bei den 17- und 18-Jährigen sind es 95 bzw. 147 Euro. 

Vergleicht man die beiden Geschlechter, so zeigen sich die Mädchen etwas sparsamer als die Jungen: Weibliche Teenager geben pro Monat im Schnitt 95 Euro in Onlineshops aus, Jungen hingegen 109 Euro. Im Vergleich zu den Vorjahren lässt sich allgemein ein starker Anstieg erkennen:

Quelle: Postbank

Die Generation Z ist mit dem Internet aufgewachsen und hat bei Online-Angeboten keine Berührungsängste“, sagt Thomas Brosch, Leiter Digitalvertrieb der Postbank. „Durch die Lockdown-Zeit mit geschlossenen Geschäften ist Online-Shopping für die Digital Natives noch mehr zur neuen Normalität geworden. Auch künftig dürfte diese Zielgruppe vor allem im Netz zu erreichen sein.“

Nachhaltigkeit wird immer wichtiger

Neben den Onlinekäufen hat auch das Nachhaltigkeitsbewusstsein der Teenager weiter zugenommen: Sieben Prozent gaben an, dass sie seit Corona beim Shoppen mehr auf ökologisch und sozial einwandfreie Produkte achten. Besonders bei Klamotten und Schuhen gewinnt eine nachhaltige Herstellung an Bedeutung. Ganze 69 Prozent gaben an, bei diesen Waren besonders auf Kriterien wie umweltfreundlich, klimaneutral sowie plastikfrei zu achten – ein plus von acht Prozent im Vergleich zur letzten Studie. Auch im Kosmetikbereich achtet jeder zweite Jugendliche auf Nachhaltigkeit in der Herstellung, bei Accessoires sind es 53 Prozent (plus elf Prozent). Onlinehändler, die vor allem jüngere Zielgruppen ansprechen, sollten den Nachhaltigkeitsaspekt demnach besonders berücksichtigen.

Letzter ArtikelNächster Artikel
Nina Rath ist Bachelor of Science in Marketing und als Journalistin unsere Expertin für tagesaktuelle News, die Marketer, Selbstständige und Unternehmer interessieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.