„Metaverse“: Facebook plant 10.000 neue Arbeitsplätze in Europa 0 48

Wer Facebook beim Aufbau der Computing-Plattform der Zukunft helfen will, könnte bald die Chance dazu bekommen. Das Unternehmen will seine Präsenz in Europa verstärken, um das sogenannte "Metaverse" aufzubauen - eine neue Präsenzform im virtuellen Raum, die vielleicht das "Internet der nächsten Generation" wird.

Wie Facebook am Montag in einer Pressemitteilung bekannt gab, plant der Konzern die Entwicklung des „Metaverse“ – einer neuen Art von vernetzten, virtuellen Erlebnissen mit Technologien wie Augmented und Virtual Reality. Fachkräfte aus Europa sollen bei der Entstehung helfen und das Metaverse von Anfang an mitgestalten.

EU als Mittelpunkt des Metaverse 

Um eine virtuelle Umgebung zu schaffen, in denen Menschen auf ganz neue Weise zusammenkommen können, plant Gründer Mark Zuckerberg eine enge Zusammenarbeit mit der EU. Die Region soll „in den Mittelpunkt unserer Pläne“ gerückt werden. Dazu werden 10.000 neue hochqualifizierte Arbeitsplätze geschaffen – auch deutsche Fachkräfte sollen im Zuge der Rekrutierungsoffensive angeworben werden.

„Für den Aufbau des Metaverse braucht Facebook hochspezialisierte Expert*innen. Wir freuen uns darauf, mit Regierungen in der gesamten EU zusammenzuarbeiten, um die passenden Talente und Märkte zu finden und unser Vorhaben umzusetzen. Da Facebook in Europa weiter wächst, wollen wir in Zukunft noch stärker in europäische Talente investieren und Innovation in Europa, für Europa und die Welt vorantreiben“, heißt es im aktuellen Blogpost.

VR-Offensive: Die Zukunft von Facebook?

Facebook arbeitet schon länger an der Vision, den virtuellen mit dem realen Raum zu einer Art Cyberwelt verschmelzen zu lassen. Dafür betreibt der Konzern bereits ein Reality-Labs-Büro in Irland, ein KI-Forschungslabor in Frankreich und ein Forschungszentrum für KI-Ethik in Deutschland. Die Ankündigung tausender Stellenausschreibungen in Europa unterstreicht, dass Facebook eindeutig Vorreiter in den Bereichen virtuelle und erweiterte Realität sein will. 

Schon im August stellte Facebook beispielsweise die VR Horizon Rooms vor. Wie das Online-Marketing Magazin berichtete, handelt es sich dabei um eine Anwendung, mit der digitale Meetings dank Virtual Reality realer wirken sollen. Das Metaverse wird allerdings kein weiterer Dienst des Facebook-Konzerns werden – kein Unternehmen soll es besitzen oder betreiben. Das Metaverse soll wie das Internet offen und interoperabel sein. 

Wie das Metaverse genau aussehen soll, steht noch nicht fest. Zuckerberg sprach vor Finanzanalysten jedoch von einer „nächsten Generation des Internets“. Er zeigt damit klar die Richtung auf, in die sich der Konzern zukünftig entwickeln will.

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Ana Karen Jimenez ist Trainee-Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.

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