“Read before you Tweet”: Twitter-User informieren sich dank Pop-up mehr 0 860

Twitter fordert seine Nutzer seit einigen Monaten dazu auf, Artikel zuerst zu lesen, bevor sie geteilt werden. Diese Maßnahme scheint sehr effektiv zu sein.

Twitter-Nutzer teilen Artikel gerne aufgrund der Headline, ohne diese jedoch zu öffnen. Um einer Verbreitung von Inhalten vorzubeugen, die sich User nicht einmal durchgelesen haben, werden seit dem vergangenen Juni die User in einem Pop-up-Fenster dazu aufgerufen, einen Artikel zunächst zu lesen. Auf diese Weise will Twitter die Verbreitung von falschen Informationen eindämmen. Drei Monate nach der Einführung des Features für Android-Nutzer zieht Twitter nun eine zufriedenstellende Bilanz:

Artikel werden um 40 Prozent häufiger gelesen

Wie Twitter auf der eigenen Plattform mitteilte, werden Artikel seit der Maßnahme um 40 Prozent häufiger geöffnet, bevor sie geteilt werden. Die Zahl der Personen, die einen Artikel lesen, bevor sie ihn teilen, ist damit um 33 Prozent gestiegen. Außerdem kommt es auch öfter vor, dass Leser die Artikel nach dem Lesen gar nicht mehr teilen wollen.

Die Nutzer wurden natürlich nicht gezwungen die Artikel zu öffnen. Es besteht weiterhin die Option einen Artikel zu teilen, der nicht über Twitter geöffnet wurde. Zudem muss beachtet werden, dass einige Personen die Artikel auch auf einer anderen Plattform gelesen haben könnten, bevor sie auf Twitter gehen um diese dort zu teilen – das wurde in den Zahlen nicht berücksichtigt. Einige Nutzer unterstellten Twitter daher auch, dass das Netzwerk über das Pop-up zusätzliche Einnahmen generieren wolle. Twitter gibt bis jetzt allerdings keinen Hinweis darauf, worauf ihre Zahlen basieren und wie sie erhoben wurden.

Twitter will Pop-up global ausrollen

Aufgrund des Erfolges möchte Twitter die Aufforderung zum Lesen nun weltweit und auch für iOS-Nutzer launchen. Im Hinblick auf die bevorstehenden US-Wahlen könnte dies ein wichtiger Schritt sein, um Menschen vor der Täuschung irreführender Überschriften zu bewahren. Solange die Aufforderung dazu führt, dass sich mehr Menschen vor dem Teilen mit den Informationen auseinandersetzen, kann die Online-Debatte davon profitieren. 

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Ana Karen Jimenez ist Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.

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