Snapchat-Report: Das müssen Unternehmen und Marketer bei der Generation Z beachten 0 147

Was bedeuten die derzeitigen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt für die zukünftige Nachfrage nach Fertigkeiten und Fähigkeiten? Und was bedeuten diese Veränderungen für die Generation Z in Deutschland? Diesen Fragen widmet sich der neue Gen-Z-Report von Snapchat und Oxford Economics.

Das britische Wirtschaftsberatungs- und Forschungsunternehmen Oxford Economics hat im Auftrag von Snapchat einen Report erstellt, der „die Rolle der Gen Z bei der Gestaltung der digitalen Wirtschaft“ analysiert. 

Gen Z ist neugierig, agil und kreativ

Derzeit spielt die Generation Z, die die Jahrgänge zwischen 1990 und 2010 repräsentiert, noch eine untergeordnete Rolle auf dem Arbeitsmarkt. Das wird sich jedoch in den nächsten zehn Jahren ändern. Laut Report wird sich die Zahl der berufstätigen Z-ler bis 2030 auf 10,7 Millionen verdreifachen und ihr Einkommen (nach Steuern) wird auf fast 363 Milliarden Euro steigen – ein Anstieg von über 450 % gegenüber 2019. 

Durch die fortschreitende Digitalisierungwelle werden komplexe kognitive Fähigkeiten, wie kritisches Denken und Problemlösungskompetenz stärker gefragt sein. Das kommt der Gen Z zugute – immerhin ist sie schon seit Kindertagen mit digitalen Angeboten aufgewachsen. Ihre natürlichen Stärken liegen laut Report daher in ihrer Agilität, Kreativität und Neugier.

Zudem ergab die Umfrage von Oxford Economics, dass deutsche Z-ler deutlich besser mit Augmented Reality (AR) vertraut sind und die Technologie eher im Alltag verwenden würden als ältere Menschen. Dieser Wettbewerbsvorteil könnte auch Auswirkungen auf die zukünftige Marketinggestaltung haben.

©Oxford Economics/Yougov

Welche Maßnahmen Unternehmen im Umgang mit der Gen Z ergreifen sollten

Um das Potential der Gen Z voll und ganz ausschöpfen zu können, empfiehlt der Report folgende Maßnahmen für Politik und Arbeitsmarkt:

  • Ausgleich von Leistungsunterschieden im Bildungsbereich: Die Gen Z darf, wenn es um die Jobsuche geht, nicht durch den coronabedingten Schulausfall benachteiligt werden. Zusätzlicher Unterricht lautet hier die Devise.
  • Optimale Nutzung des Potenzials digitaler Technologien, um die Herausforderungen zu meistern: Die Digitalisierung ist die Ursache der Disruption, kann aber auch wesentlicher Teil der Lösung sein. Vor allem in der Arbeitswelt müsse daher eine Kultur des lebenslangen Lernens eingeführt werden. AR hat enormes Potential für die Aus- und Weiterbildung, insbesondere in naturwissenschaftlichen Bereichen, da mit AR virtuelle Laborumgebungen geschaffen werden können.
  • Anpassung des Bildungssystems an das neue Industriezeitalter: Es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass ein auf den Erwerb von Spezialwissen ausgerichtetes Bildungssystem im neuen Industriezeitalter nicht mehr zweckmäßig ist. Durch die Verlagerung hin zu problemorientiertem Lernen sind Schüler für zukünftige Herausforderungen am Arbeitsplatz besser gerüstet.

Den vollständigen Report mit weiteren Insights findest du hier.

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Nina Rath
Nina Rath ist Bachelor of Science in Marketing und als Journalistin unsere Expertin für tagesaktuelle News, die Marketer, Selbstständige und Unternehmer interessieren.

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