
Die neuen Änderungen gab der Musik-Streamingdienst über einen Blogpost bekannt. Bisher war es für Advertiser schwierig, innerhalb von Podcasts zu werben – es konnte nur schwer nachvollzogen werden, ob die Ads wirklich bei den Usern ankommen, da Podcasts oft heruntergeladen und offline gehört werden.
Ads für alle deutschen Spotify Original Podcasts
Um den Werbeerfolg messen zu können, macht Spotify nun das Steuerungs-Tool Streaming Ad Insertion (SAI) auch für deutsche Advertiser zugänglich. Mit SAI können Unternehmen die Ad Impressions einsehen, die durch Zielgruppen-Insights und Daten zur Ad Performance zur Optimierung der auditiven Marketingstrategien beitragen können.
Darüber hinaus gab Spotify bekannt, dass sowohl Pre-, Mid- als auch Post-Roll Ads in allen Spotify Original und Spotify Exklusive Podcasts geschaltet werden können. Das Ausspielen von digitalen Audio-Ads in Podcasts birgt große Potentiale: Circa 22 Prozent der weltweit 320 Millionen Spotify-User hören regelmäßig Podcasts, in Deutschland sind es sogar 27 Prozent. Im Vergangenen Jahr hat sich die Zahl der Podcast-Hörer nahezu verdoppelt.
Spotify konnte schon einige große Konzerne vom neuen Werbeformat überzeugen. LinkedIn, Otto und MediaCom sind die ersten drei Partner für die neuen digitalen Audio-Ads. Stephan Zinn, Director Media Consulting von MediaCom, erklärt:
„Podcasts stecken voller Möglichkeiten, waren aber bisher nur begrenzt messbar. Wir freuen uns, bei dieser Pionierarbeit dabei zu sein und Podcasts für unsere Kund:innen transparenter und messbarer zu machen.“
Podcast-Hörer sind empfänglicher für Werbeanzeigen
Für Marketer aus Deutschland dürften die Neuigkeiten zu den Spotify Ads durchaus erfreulich sein. Immerhin ist durch Studien belegt, dass Podcast-Hörer für Ads wesentlich empfänglicher sind, als etwa in sozialen Netzwerken. Der Streaming-Riese ist daher bemüht, sein Podcast-Angebot immer weiter auszubauen. In den USA gibt es bereits Vodcasts (Video-Podcasts) auf der Plattform. Darüber hinaus hat Spotify erst kürzlich das Story-Format getestet, was bisher nur von Social Media bekannt ist. Die Entwicklung von Spotify in Richtung Entertainment-Plattform könnte also zukünftig noch einige interessante Marketingoptionen mit sich bringen.