Studie zeigt: Kanalübergreifendes Shoppen und Marken gewinnen an Relevanz 0 89

Das Shoppingverhalten der Verbraucher hat sich durch die Pandemie zwangsläufig verändert - auch langfristig. Insgesamt steigen die Einkaufsaktivitäten hierzulande wieder deutlich an. Eine aktuelle Studie hat daher untersucht, worauf die Deutschen beim Shoppen jetzt besonders viel Wert legen.

Knapp 30 Prozent der Konsumenten wollen ihr aktuelles Einkaufsverhalten auch in Zukunft beibehalten. Onlineshopping wird folglich auch nach dem Ende aller Beschränkungen enorm wichtig bleiben. Das zeigt die neue repräsentative „Global Touchpoint Study 2021“ der Strategie- und Marketingberatung Simon-Kucher & Partners, für die über 1.000 deutsche Konsumenten befragt wurden.

Kunden wollen wieder mehr Geld ausgeben

Insgesamt zeigt sich gerade ein positiver Trend in Deutschland – unabhängig vom Shoppingkanal wollen die Konsumenten wieder mehr Geld ausgeben. Dabei hat jeder Kanal seine ganz eigenen Vorteile: Während die Kunden beim Onlineshopping besonders die Lieferung nach Hause, die eingesparte Zeit und die uneingeschränkte Verfügbarkeit schätzen, bevorzugen Kunden im stationären Handel die physische Erfahrung mit den Produkten und die direkte Verfügbarkeit.

Beim Onlineshopping erleben vor allem Marken gerade einen Aufschwung. Laut Studie liegen markeneigene Onlineshops in der zukünftig erwarteten Mehrnutzung (+13 Prozent) gleichauf mit den etablierten Händlern. In den Kategorien Schönheitsprodukte, Haushalt und Möbel sind Markenshops aktuell sogar deutlich vorne.

Was dies für Onlineshop-Besitzer bedeutet, erklärt Nina Scharwenka, Partnerin in der globalen Konsumgüter- & Handels- Practice bei Simon-Kucher. „[…] Hersteller müssen diese Message verstehen und in ihre Marketingstrategie aufnehmen. Hersteller wollen Vertrauen beim Kunden aufbauen. Das funktioniert am besten über eine starke Marke. Um diese auch außerhalb des stationären Handels für den Konsumenten erlebbar zu machen, müssen Unternehmen daher kontinuierlich in Digitalisierung und eCommerce investieren.“

Flexibilität bleibt Schlüsselfaktor für erfolgreiches Wachstum

Shopbesitzer sollten zudem beachten, dass eine flexible Aufstellung zwischen den verschiedenen Verkaufskanälen weiterhin elementar bleibt. „Die vergangenen Monate haben eines gezeigt: Die Zukunft ist nicht immer planbar und Flexibilität stellt einen Schlüsselfaktor für nachhaltiges und kontinuierliches Wachstum dar. Darauf müssen auch deutsche Hersteller und Händler ihren Fokus legen“, erklärt Scharwenka.

Wer seinen Kunden eine optimale Omni-Channel-Erfahrung bieten möchte, sollte dabei mögliche Hindernisse, wie etwa Versandkosten oder lange Bezahlvorgänge, weitestgehend eliminieren. Maßnahmen wie der Einsatz von Augmented Reality oder individuelle Avatare können einen Onlineshop realer machen und damit auch überzeugten Offline-Käufern entgegenkommen.

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Nina Rath ist Bachelor of Science in Marketing und als Journalistin unsere Expertin für tagesaktuelle News, die Marketer, Selbstständige und Unternehmer interessieren.

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