Testphase für den E-Euro soll 2021 beginnen 0 114

Die Entwicklung des E-Euros schreitet schnell voran: Mitte nächsten Jahres soll der digitale Euro getestet werden - bei erfolgreicher Testphase soll er sogar schon ab 2022 flächendeckend eingeführt werden.

Anfang November hatte Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank, noch Feedback zum E-Euro per Twitter eingeholt. Nun soll das Zahlungsmittel schon bald getestet und eingeführt werden.

E-Euro: Testphase ab Mitte 2021

Wie der Business Insider berichtet, ist eine sechsmonatige Testphase des digitalen Euros schon Mitte 2021 geplant. Wenn alles nach Plan verläuft, soll der E-Euro dann im darauffolgenden Jahr in der gesamten EU ausgerollt werden. Die Einführung könne allerdings nur 2022 stattfinden, wenn die Testphase “wirklich sicher, glatt und fehlerfrei” ablaufe. Die Vertreter der europäischen Zentralbanken halten den Zeitrahmen zwar für ambitioniert, aber dennoch schaffbar.

Die Bemühungen der EZB auf diesem Gebiet kommen wohl daher, dass Chinas digitale Währung schon seit längerer Zeit getestet wird. Der E-Yuan, oder auch Digital Renminbi, soll Gerüchten zufolge schon Ende 2021 eingeführt werden – zeitgleich zu den olympischen Winterspielen. Da China als systemischer Rivale der EU gilt, dürften Chinas Ambitionen Druck auf die EZB ausüben, was das schnelle Voranschreiten des E-Euros erklärt.

Laut dem Digitalverband Bitkom sei es daher wichtig, „dass Europa beim digitalen Euro zügig weitere Fortschritte macht und möglichst eine Vorreiterrolle einnimmt, um beim Zahlungsverkehr der Zukunft nicht in weitere Abhängigkeiten zu geraten“. Solche Abhängigkeiten würden schließlich bedeuten, dass europäische Bürger und Unternehmen auf andere Digitalwährungen zurückgreifen. Dies könnte einige Probleme bezüglich der Datensicherheit mit sich bringen.

Wozu der E-Euro?

Der E-Euro soll unser Bargeld nicht ersetzen, sondern ergänzen. Als modernes Zahlungsmittel soll er das Bezahlen einfacher und inklusiver gestalten. Neben ganz normalen Transaktionen im Alltag soll der E-Euro auch bei Machine-to-Machine (M2M)-Payment und in Smart Contracts Anwendung finden. Der E-Euro wird direkt von der EZB ausgegeben – Nutzer wären demnach nicht mehr zwingend von Finanzinstituten abhängig. Dies könnte durchaus hilfreich sein, wenn andere Zahlungsdienste nicht mehr funktionieren, beispielsweise bei extremen Ereignissen wie Naturkatastrophen.

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Nina Rath
Nina Rath ist Bachelor of Science in Marketing und als Journalistin unsere Expertin für tagesaktuelle News, die Marketer, Selbstständige und Unternehmer interessieren.

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