Wegen Apples Tracking-Transparenz: Marketer verschieben ihre Budgets 0 68

Der Einstieg von Amazon in die digitale Werbung machte bislang vor allem Google zu schaffen, da immer mehr Verbraucher direkt auf Amazon nach Produkten suchen und die Suchmaschine umgehen. Jetzt beginnt der E-Commerce-Gigant auch Werbekunden von Facebook abzuwerben. Der Grund dafür: Apples Privacy Label.

Viele Brands und Unternehmen erlebten einen Einbruch ihrer Einnahmen, die durch Anzeigen generiert werden. Schuld daran ist Apples neues Privacy Label: Die Tracking-Transparenz sorgte etwa dafür, dass Ads auf Facebook bis zu 40 Prozent ineffizienter werden, wie heise zuvor berichtete.

Advertiser suchen alternative Werbeoptionen – zum Beispiel Amazon

Jahrelang war Facebook immun gegen Übergriffe von großen Konkurrenten, wenn es um digitale Anzeigen ging. Social-Media-Marketing stellte einen zusätzlichen Werbebereich zur Suchwerbung dar und Unternehmen nutzten häufig beide Segmente in ihrer Marketingstrategie. Durch Apples neues Privacy Label ändert sich das, denn: Ohne Tracking gibt es keine Daten von Nutzern und damit auch keine individuellen Werbeanzeigen, die besonders häufig zu Verkäufen führen.

Laut heise sind nur 25 Prozent der iPhone-User bereit, einem Facebook-Tracking zuzustimmen – damit brechen der Plattform einige kaufkräftige Apple-Nutzer weg, von denen die Ad-Anbieter sonst profitieren. Aus diesem Grund begeben sich Werbetreibende nun auf die Suche nach Alternativen, wie Bloomberg berichtet. Viele verschieben ihr Budget zu Amazon. Das bietet für Unternehmen einige Vorteile, da sie oft ihre Produkte bereits selbst über den Marketplace verkaufen. Das Werbe-Segment ist schon lange Amazons profitabelster Bereich. Dank Apples neuem Privacy-Update könnte der Bereich künftig noch mehr Einnahmen generieren.

Neben Amazon profitieren auch andere Werbekanäle von der Tracking-Transparenz. So könnten etwa Influencer einen Anfragen-Boom erwarten. Immerhin bietet ihre Reichweite eine gute Alternative, um weiter Werbung auf Social Media zu betreiben, ohne auf die Tracking-Daten von Nutzern angewiesen zu sein. Auch traditionelle Kanäle, wie beispielsweise E-Mail-Marketing oder Rundfunkwerbung könnten einen leichten Aufschwung erleben. Wie sich die Werbebudgets wirklich langfristig verschieben werden, bleibt jedoch abzuwarten.

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Nina Rath ist Bachelor of Science in Marketing und als Journalistin unsere Expertin für tagesaktuelle News, die Marketer, Selbstständige und Unternehmer interessieren.

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