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KnowBe4-Studie belegt Wachstum bei Spear-Phishing um 41 Prozent

Dr. Martin J. Krämer, CISO-Advisor DACH bei KnowBe4 ordnet die Ergebnisse ein: „In Deutschland dominiert Business Email Compromise (BEC) als Phishing-Aufhänger, der 79 Prozent aller Angriffe ausmacht. Diese extreme Konzentration verdrängt fast alle anderen Angriffsvektoren; die klassische Markenimitation sinkt in Deutschland auf vernachlässigbare 6 Prozent.“

Immerhin etwas Erleichterung lässt sich auch feststellen: Die wahllosen „Spray-and-Pray“-Kampagnen verzeichneten einen starken Rückgang. Betrugsversuche mit Schwerpunkt auf Mobilgeräten sanken um 47 Prozent, Vorauszahlungsbetrug gingen um 31 Prozent zurück und Köder in Form von verpassten Nachrichten sanken um 11 Prozent. Stattdessen investieren Angreifer massiv in Recherchen vor dem Angriff und maßgeschneiderte Vorgehensweisen. Das zeigt sich im Anstieg bei Spear-Phishing um 41 Prozent. Vermehrt wird auch vor dem Angriff ausgekundschaftet, solche Vorgehensweisen nahmen um 34 Prozent zu. Das Vortäuschen im Namen eines anderen Unternehmens zu handeln, erhöhte sich um 28 Prozent.

Weitere Trends lassen sich aus dem Verhalten der Angreifer ableiten, so umgehen sie Passwörter zunehmend durch Authentifizierungs-Phishing, Anmeldungen per Gerätecode auf Plattformen wie Microsoft Teams und den Missbrauch von OAuth-Einwilligungen, um Sitzungen und Berechtigungen von KI-Agenten zu kapern. Immerhin sind sie zu 90 Prozent an Werktagen aktiv, so bleibt wenigstens am Wochenende etwas Ruhe.