
Viele Unternehmensstrukturen entstehen in einer Phase, in der ganz andere Ziele im Vordergrund stehen: Gründung, Wachstum, erste Stabilität. Was damals sinnvoll war, bleibt häufig über Jahre hinweg bestehen. Auch dann, wenn sich Vermögenswerte, Beteiligungen, Haftungsrisiken und private Ziele längst verändert haben. Gerade weil die Struktur im Alltag funktioniert, wird sie selten hinterfragt. Erst wenn ein Unternehmensverkauf vorbereitet wird, eine Übergabe ansteht oder der Rückzug aus dem Tagesgeschäft näher rückt, zeigt sich, dass Struktur und Zielsetzung nicht mehr zusammenpassen. „Die größte Schwäche vieler Unternehmensstrukturen zeigt sich erst dann, wenn es zu spät ist, sie zu ändern“, sagt Michael Schattmann, Jurist und geschäftsführender Gesellschafter der Schattmann & Partner Wirtschaftskanzlei GmbH.
„Darum gilt es, die bestehende Unternehmensstruktur frühzeitig darauf zu prüfen, ob sie noch zur Zielsetzung des Unternehmers passt. Und das bereits lange bevor Käufergespräche, Übergabetermine oder der persönliche Rückzug konkret werden“, so Michael Schattmann weiter. Genau hier setzt er mit der Schattmann & Partner Wirtschaftskanzlei GmbH an: nicht bei einzelnen steuerlichen Maßnahmen, sondern bei der grundlegenden Frage, ob die bestehende Struktur überhaupt noch zur aktuellen und zukünftigen Ausrichtung passt. Seine Perspektive geht dabei über die klassische Steuerberatung hinaus. Durch seine Tätigkeit als Asset Manager in Family Offices bringt er Erfahrung mit komplexen Vermögens- und Beteiligungsstrukturen sowie mit langfristigen Fragen rund um Unternehmensentwicklung und Generationenplanung ein. Entsprechend betrachtet er Unternehmensstrukturen nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel aus steuerlichen, rechtlichen, wirtschaftlichen und privaten Faktoren.
Warum der richtige Zeitpunkt alles entscheidet
Der Unternehmensverkauf, die Nachfolgeplanung und der Ruhestand sind keine Themen für die letzte Minute. Viele der notwendigen Maßnahmen entfalten ihre Wirkung erst über Zeit. Etwa die Neuordnung von Beteiligungen, die Trennung von Vermögenswerten und Risiken oder die Vorbereitung einer Veräußerung. Wer strukturelle Anpassungen erst angeht, wenn konkrete Schritte anstehen, schränkt seine Möglichkeiten oft erheblich ein.
Genau hier liegt das eigentliche Problem: In der Praxis wird der notwendige zeitliche Vorlauf häufig unterschätzt. Entscheidungen werden aufgeschoben, weil im Alltag kein akuter Handlungsdruck besteht, bis sich die Situation dreht und plötzlich genau dieser Spielraum fehlt.

Schattmann & Partner Wirtschaftskanzlei GmbH über typische Fehler bei Unternehmensverkauf und Nachfolge
Viele dieser Probleme lassen sich auf wiederkehrende Denkfehler zurückführen. Einer der häufigsten besteht darin, eine funktionierende Struktur im Tagesgeschäft automatisch auch für Unternehmensverkauf oder Nachfolge geeignet zu halten. Was im laufenden Betrieb stabil erscheint, erfüllt jedoch oft nicht die Anforderungen eines späteren Übergangs. Ein Unterschied, der häufig erst sichtbar wird, wenn konkrete Entscheidungen anstehen.
Hinzu kommt, dass der Unternehmensverkauf in der Praxis oft primär als Frage des Kaufpreises betrachtet wird. Zwar spielt dieser eine zentrale Rolle, doch die steuerliche und rechtliche Ausgangslage beeinflusst den tatsächlichen wirtschaftlichen Erfolg oft ebenso stark. Wird dieser Zusammenhang unterschätzt, entstehen Fehlbewertungen, die sich später kaum noch korrigieren lassen. Ein ähnliches Muster zeigt sich bei der Nachfolgeplanung. Sie wird häufig erst dann konkret, wenn der Ruhestand näher rückt. Zu diesem Zeitpunkt fehlt jedoch in vielen Fällen der notwendige Spielraum, um Eigentum, Verantwortung und Vermögen sauber zu strukturieren. Bestehende Lösungen werden weitergeführt, weil sie im Alltag funktionieren – nicht, weil sie für den Übergang geeignet sind.
Besonders kritisch wird es schließlich, wenn Unternehmer konkrete Modelle übernehmen, ohne deren Auswirkungen im Einzelfall zu prüfen. „Wer ein bestimmtes Modell übernimmt, ohne dessen Kosten, Pflichten, steuerliche Folgen und rechtliche Bindungen im Einzelfall zu kennen, riskiert, am Ende mehr Probleme zu haben als zuvor“, bringt es Michael Schattmann auf den Punkt.
Was eine fachliche Prüfung der Unternehmensstruktur leisten muss
Eine strukturierte Prüfung der bestehenden Unternehmensstruktur beginnt darum immer mit der Zielsetzung: Soll ein Unternehmensverkauf vorbereitet, eine Übergabe innerhalb der Familie geregelt oder der Ruhestand planbar gestaltet werden? Erst wenn diese Richtung klar ist, lässt sich ableiten, welche Anpassungen tatsächlich notwendig sind – und wann sie erfolgen müssen.
Darauf aufbauend rückt die bestehende Struktur selbst in den Fokus. Welche Vermögenswerte liegen im operativen Unternehmen? Dazu zählen etwa Immobilien, Beteiligungen oder Kapitalanlagen. Entscheidend ist dabei nicht nur die aktuelle Zuordnung, sondern vor allem, ob sie auch im Hinblick auf Verkauf, Nachfolge, Haftung und private Lebensplanung sinnvoll ist.
Eng damit verbunden ist die Trennung von Risiken und Vermögen. Befinden sich operative Risiken und langfristig aufgebaute Werte in derselben Einheit, kann das einen späteren Übergang erheblich erschweren. Gleichzeitig muss geprüft werden, welche steuerlichen und rechtlichen Folgen eine Veräußerung, Übergabe oder Vermögensübertragung tatsächlich auslöst. Denn pauschale Annahmen greifen hier in der Praxis oft zu kurz.
Struktur statt Standardlösung: Welche Modelle wirklich passen können
Auf dieser Grundlage stellt sich die Frage, welche strukturellen Modelle im Einzelfall sinnvoll sein können. Im Zusammenhang mit Unternehmensverkauf, Nachfolgeplanung und Ruhestand werden häufig Holding-Strukturen, vermögensverwaltende Gesellschaften oder Stiftungsmodelle genannt. Entscheidend ist jedoch weniger, welches Modell gewählt wird, sondern ob es zur individuellen Ausgangssituation passt. Pauschale Lösungen greifen hier in der Praxis zu kurz.
So kann eine Holding-Struktur beispielsweise dann sinnvoll sein, wenn Beteiligungen, Gewinnverwendung oder ein späterer Verkauf klarer und steuerlich strukturierter abgebildet werden sollen. Geht es dagegen darum, Vermögenswerte wie Immobilien oder Kapitalanlagen vom operativen Geschäft zu trennen, kann eine vermögensverwaltende Gesellschaft die passendere Lösung sein.
Auch Stiftungsmodelle oder vergleichbare Konstrukte können eine Rolle spielen. Ob sie sinnvoll sind, hängt jedoch stark davon ab, ob Zweck, Vermögenshöhe, Kosten, langfristige Bindung und rechtliche Folgen zur individuellen Situation passen. Genau hier liegt der entscheidende Punkt: Nicht das Modell steht am Anfang, sondern der konkrete Bedarf. „Pauschale Musterlösungen sind im Bereich Unternehmensverkauf und Nachfolge fehl am Platz, weil Vermögenslage, private Ziele und unternehmerische Ausgangssituation immer individuell sind und nur im Einzelfall bewertet werden können“, betont Michael Schattmann.

Mit klarer Unternehmensstruktur in eine planbare Zukunft
Wer seine Unternehmensstruktur frühzeitig prüft, schafft Ordnung – und gewinnt Handlungsfreiheit. Ein Unternehmensverkauf lässt sich steuerlich, organisatorisch und rechtlich besser vorbereiten, die Nachfolge klarer gestalten und auch der Übergang in den Ruhestand lässt sich strukturierter angehen. Gleichzeitig können private Versorgung, Vermögensaufbau und unternehmerische Ziele besser aufeinander abgestimmt werden.
Für Unternehmer, Geschäftsführer und Inhaber mittelständischer Unternehmen ist das kein Nebenthema, sondern eine zentrale Zukunftsfrage. Gerade wenn ein Verkauf in den kommenden Jahren geplant ist, eine Übergabe an Familienmitglieder oder externe Käufer ansteht oder der persönliche Rückzug vorbereitet wird, ist eine frühzeitige Prüfung der bestehenden Struktur ein entscheidender Schritt.
Michael Schattmann und das Team der Schattmann & Partner Wirtschaftskanzlei GmbH begleiten Unternehmer dabei von der Analyse bis zur Umsetzung und Weiterentwicklung einer passenden Struktur. So entsteht eine Grundlage, auf der unternehmerische Entscheidungen nicht unter Zeitdruck, sondern mit klarem Gestaltungsspielraum getroffen werden können. „Am Ende geht es nicht darum, bestehende Strukturen zu verwalten, sondern sie aktiv so zu gestalten, dass sie zukünftige Entscheidungen tragen – und nicht behindern“, fasst Michael Schattmann zusammen.
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