Schon gewusst? Alles über die Funktion und den Nutzen von Web-Monitoring 0 10

Ein Service für das Web-Monitoring gibt Webseitenbetreibern die Gewissheit, dass Nutzer die Seite wie erwartet nutzen können. Er prüft und bestätigt, dass eine Webseite verfügbar ist und funktioniert - und erspart so in manchen Situationen eine Menge Ärger. Doch was genau bringt das Website-Monitoring, wie funktioniert es und welche Funktionen werden überprüft? Der Artikel gibt Antworten zu den wichtigsten Fragen rund ums Web-Monitoring.
Über die Funktion und den Nutzen von Web-Monitoring

Web-Monitoring oder Website Monitoring bezeichnet die Prüfung einer Webseite oder eines Webservices auf die Kriterien Verfügbarkeit, Funktionsfähigkeit und Performance. Der entsprechende Anbieter testet und verifiziert also, dass die jeweilige Seite für Besucher verfügbar ist und funktioniert.

Angesichts der Menge an Variablen, die Verfügbarkeit, Funktion und Performance einer Webseite beeinflussen, sollten Webseitenbetreiber sich keinesfalls nur auf manuelle, sporadische Überprüfungen durch sie selbst oder Mitarbeiter verlassen. Dagegen umfasst das Web-Monitoring automatisierte Testungen oder sogenanntes Real User Monitoring (RUM). Bei letzterem handelt es sich um eine passive Variante des Web-Monitoring, bei der Performance-Daten aus Sicht des Nutzers erfasst und berichtet werden.

Wie funktioniert das Web-Monitoring?

Automatisiertes Web-Monitoring bedient sich eines Netzwerks verschiedener Computer, die sich in der Nähe der jeweiligen Nutzer befinden. Das Netzwerk sendet Rückmeldungen an den Web-Monitoring-Service, um zu bestätigen, dass die Webseite funktioniert.

Ein umfangreiches Web-Monitoring wird in mehreren Test-Schritten ausgeführt. Im Rahmen des Verfügbarkeits-Monitoring initiiert der Service eine Verbindung mit der Webseite und prüft die Rückgabe auf einen Antwort-Code.

Bei einem erweitertem Web-Monitoring werden die Tests fortgesetzt und die Rückgabe auf bestimmte Inhalte überprüft. Im Rahmen des Performance und des sogenannten Real Browser Monitoring wird der Inhalt in einen echten Browser geladen, wodurch die Ladezeiten für jedes Seitenelement kontrolliert werden können.

Beim Web Application Monitoring berichtet der Computer, der die Tests durchführt an den Monitoring-Service, wie die Anmeldung, die Durchführung einer Suche und ein Einkauf verlaufen. Wenn die Ergebnisse einen Fehler beinhalten oder die Antwortzeiten zu lang sind, kann der Service eine zweite Prüfung von einem anderen Computer auslösen. Auf diese Weise lässt sich ein fortbestehender Fehler bestätigen, bevor eine Warnung an den Webseitenbetreiber geht.

Web-Monitoring: Verfügbarkeit

Das Web-Monitoring prüft die Verfügbarkeit von Webseiten, -domains und -services. Verfügbarkeit meint im Kontext des Website-Monitoring so viel wie Erreichbarkeit. Es geht also darum, ob die Webseite jederzeit lädt. Die im Rahmen des Verfügbarkeits-Monitoring durchgeführten Testungen liefern zudem erste Anhaltspunkte zur Funktionsfähigkeit.

Web-Monitoring: Funktionsfähigkeit

Das sogenannte Funktions-Monitoring nutzt Script-Dateien, die mit verschiedenen Funktionen der Webseite – beispielsweise Formularen, Suchen, Bestellvorgängen und Zahlungssystemen interagieren. Kommt es bei einer Funktion zu einem Fehler oder ist die Performance schlecht, erfolgt eine Warnung an das Support-Team der Webseite.

Website Monitoring: Performance

Das Performance-Monitoring misst die Antwortzeit, also die Geschwindigkeit der Webseite und ihrer Inhalte. Es liefert detaillierte Informationen zur Ladezeit, mit denen die Leistung der Webseite im Anschluss optimiert werden kann. Prüfobjekte sind demnach die Verbindungsgeschwindigkeit und die Browser-Ladezeiten. Häufig genutzte Verfahren, um Seitenfehler, langsame Ladezeiten und fehlende Inhalte auszumachen, sind die RUM-Technik oder der Full Page Check. Letzterer liefert aufschlussreiche Performance-Datensätze zu sämtlichen Webseitenelementen.

Warum das Performance-Monitoring einen so wichtigen Teil des Web-Monitoring ausmacht? Die Antwort ist einfach: Je langsamer eine Seite lädt, desto eher schließt der Nutzer die Seite, ohne in Interaktion gegangen zu sein.

Externes oder internes Web-Monitoring?

Ob man sich für ein internes oder ein externes Web-Monitoring entscheidet, hängt natürlich von den eigenen Umständen und Zielen ab. Beim internen Web-Monitoring erfolgt die Überprüfung innerhalb der Firewall, beim externen außerhalb. Handelt es sich bei der Webseite beispielsweise um das Intranet eines Unternehmens, ist ein internes Monitoring (hinter der Firewall) sinnvoll. So geht man sicher, dass sich der Monitoring-Service in der Umgebung befindet, die überwacht wird. Dafür bleiben Ausfälle häufig unentdeckt und fallen erst dann, wenn sich die Anwender beschweren.

Das externe Monitoring (durch Dritte) dagegen schließt ein solches Versagen des Systems aus. Außerdem ist es so wahrscheinlicher, Probleme in der Performance zu entdecken, die nur einen Teil der Besucher betreffen. Ein Test mittels eines Computer-Netzwerks, das sich nahe der Nutzer befindet, kann lokale Fehler aufdecken.

Fazit

Web-Monitoring meint die Überprüfung einer Webseite auf Verfügbarkeit, Funktion und Performance. Während bei der Verfügbarkeitsprüfung kontrolliert wird, ob die Webseite überhaupt aufrufbar ist, prüft man bei der Funktionsfähigkeit, ob die Funktionen und Applikationen der Seite aktiv sind. Bei Online-Shops kann dies beispielsweise den Bezahlvorgang betreffen. Bei der Performance-Prüfung wiederum erfolgen Tests zur Ladegeschwindigkeit der Webseite und ihrer Inhalte.

Das Web-Monitoring kann manuell durchgeführt werden oder automatisiert erfolgen. Das sogenannte Synthetich Monitoring ist als automatisierte Version des Web-Monitoring um einiges beliebter und liefert zuverlässige Aussagen zur eigenen Webseite.

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Samuel Altersberger ist Redakteur beim OnlineMarketingMagazin. Vor seiner Arbeit beim DCF Verlag war er bereits sechs Jahre als freier Autor tätig und hat während dieser Zeit auch in der Marketing Branche gearbeitet.

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