Corporate Influencer: Vorteile, Beispiele und Tipps 0 1052

Du bist Unternehmer und möchtest deine Firma in der Öffentlichkeit besser präsentieren? Oder bist du Angestellter und würdest gerne mehr über die Rolle eines Corporate Influencers wissen? Dann bist du hier genau richtig.
Was ist ein Corporate Influencer

Generell sind Corporate Influencer bedeutende Fürsprecher in einem Unternehmen. So geht es bei der Implementierung und Konzeption des Corporate-Influencer-Programms nicht unabwendbar um die Erhöhung der Reichweite. Das Unternehmen sollte darüber vor allem relevante Informationen platzieren. Und das sowohl intern als auch extern. Corporate Influencer sind in diesem Sinne viel mehr als nur Multiplikatoren. Diese agieren im Rahmen ihres Programms als Mensch und nicht als Werkzeug der Unternehmenskommunikation. Im Gegenzug unterstützen Unternehmen die Mitarbeiter mit den nötigen Ressourcen und Tools, fördern sie durch geeignete Trainings und zeigen ihnen Anerkennung für ihre wichtige Rolle.

Das Konzept des Corporate Influencers ist grundsätzlich nichts Neues. Immer schon haben Mitarbeiter über ihr eigenes Unternehmen berichtet. Im Vergleich zu früher sind Bewertungen der Unternehmen öffentlich einsehbar. Heute erzeugt Social Media digitale Bewertungen, welche oft noch über Jahre nachwirken können. Wichtig ist hierbei jedoch, dass Menschen sich vorwiegend an den menschlichen Empfehlungen orientieren.

Die Vorteile eines Corporate Influencers

Corporate Influencer sind oft auch freiwillig als solche tätig und grenzen sich von anderen Mitarbeitern ab. Dies macht sie erfolgreich, denn sie zeigen sich und vertreten das Unternehmen mit Persönlichkeit. Und das ganz ohne den Zwang, das Unternehmen immer von der besten Seite zu zeigen. Corporate-Influencer-Programme verfolgen vor allem das Ziel: Glaubwürdige und echte Einblicke in den Berufsalltag. Dies kann niemand besser als ein Mitarbeiter, der aus eigenem Antrieb handelt. So sollten sich Unternehmen von dem Irrglauben verabschieden, dass sämtliche Mitarbeiter Corporate Influencer sein möchten. Bekanntermaßen ist dies nicht der Fall.

Beispiele für Corporate Influencer

Corporate Influencer verbessern die interne Kommunikation

Auch für die interne Kommunikation sind Corporate Influencer sehr hilfreich. In Zeiten des ständigen Veränderungsdrucks sind Mitarbeiter häufig besonders verunsichert. Sie glauben die Botschaften der Kommunikation im Unternehmen oft nicht. Beglaubigte Mitarbeitervertreter einzubeziehen, welche über interne Kanäle vom Alltag berichten und sich mit den Kollegen vernetzen, kann dabei Abhilfe schaffen. Bestenfalls sind jene Repräsentanten Sympathieträger und Meinungsführer im Unternehmen. Dabei bringt die aktive Kommunikation viele Vorteile. Zum einen erhält die Unternehmensführung viele Impulse von den Mitarbeitern. Des Weiteren wird vor allem die Motivation der Mitarbeiter gefördert, da diese gehört und gesehen werden.

Corporate Influencer – Best Practices

Corporate-Influencer-Programme sind nicht nur für große Unternehmen wie die Telekom sinnvoll. Auch weitere Unternehmen haben dieses Potenzial erkannt und es für sich genutzt. So stehen im Karriereportal der Diakonie die Mitarbeiter im Mittelpunkt: in den Textporträts, in Tagebucheinträgen der Azubi-Blogs sowie in Social Media-Posts auf Instagram und Facebook. Ausgebildet wurden die Corporate Influencer dafür in Modulen zu einzelnen Themen wie dem Aufsetzen von Blogs, Interviews einer Bewerberbefragung oder Audioschnitten.

Das Klinikum in Dortmund hat ebenfalls die Chance auf einer Videoplattform gesehen – und dies mit großem Erfolg. Hier werden Mitarbeiter in unterhaltsamen Videos vorgestellt. Den Kanal verfolgen inzwischen über 82.000 Follower. Nach den eigenen Angaben leidet das Klinikum unter keinerlei Pflegekräftemangel. Das Programm des Klinikums setzt auf Schulungen und zugleich auch auf aktualisierte Social Policies.

Der Einsatz sollte langfristig geplant werden

Das eigentliche Thema Corporate Influencer ist ein riesiges Change-Projekt und keine kurzfristige Angelegenheit. Ein solches Projekt besitzt eine hohe Komplexität in der Umsetzung und der Planung. Etwa drei Viertel aller internen Projekte sind generell zum Scheitern verurteilt. Die Startphase ist bei der Arbeit der Influencer besonders von Bedeutung. Beginnen sollte das Unternehmen jedoch stets mit ausgewählten Mitarbeitern. Der Verlauf des Projektes sollte kurz und knapp betrachtet werden. Viele Hürden und Regeln sind generell Gift für diese wichtige Initiative. Mehr Freiheit in der Gestaltung bedeutet in den meisten Fällen auch mehr Erfolg.

Der Bedenkenträger ist ebenfalls von Bedeutung. Entweder bekennt sich dieser zur Unterstützung des Projekts oder er lehnt dieses ab. Bei einer negativen Entscheidung äußert dieser seine Meinung und präsentiert eventuell hilfreiche Ideen, die bei der Durchführung des Projekts unterstützen können. Das erleichtert auch die Auswahl des Corporate Influencers. Positiv gestimmte Mitarbeiter stellen sich auf diesem Weg heraus und gelangen in die engere Auswahl. Wenn es funktioniert, etabliert sich der Mitarbeiter als Markenbotschafter. Ein schriftliches Bekenntnis des Unternehmens zur Verwendung von Social Media gibt den Mitarbeitern vor allem viel Sicherheit sowie zugleich eine Legitimation zum Posten in den bekannten sozialen Medien.

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Max Zehl hat einen Bachelor of Arts in Online-Redaktion, ist SEO-Experte und versorgt das Magazin mit hilfreichen Ratgebern aus dem Bereich Online-Marketing.

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