Career Building richtig angehen: So baust Du deine Person Brand auf 0 100

Um die Chancen für ein erfolgreiche Karriere zu verbessern, ist der Aufbau einer Person Brand sinnvoll. Auch der möglicher Schritt in die Selbstständigkeit fällt leichter, wenn die eigene persönliche Marke bereits etabliert ist.
Career Building richtig angehen: So nutzt du Person Brand

Der Aufbau einer Person Brand ähnelt in vielerlei Hinsicht dem, was Nutzerinnen und Nutzer auf Social Media machen. Egal ob auf Instagram, Facebook oder TikTok, wer solche Services nutzt, weiß inzwischen sehr genau, womit er sich zeigen kann und womit nicht. Fotos vom Cafébesuch oder vom Klettern in den Bergen sind super. Schlecht gelaunt und unausgeschlafen auf dem Weg zur Arbeit zeigen sich dagegen die wenigsten. Es passt einfach nicht in das positive (Marken-) Image, mit dem wir uns unseren Freundinnen und Freunden präsentieren möchten.

Wer sich im professionellen Bereich als Person Brand etablieren möchte, geht ähnlich vor. Auf LinkedIn, XING oder der eigenen Website zeigen Menschen mit starker Person Brand genau die Teile ihrer beruflichen Identität, die sie herausstellen möchten. Dies steigert deren Wahrnehmung in diesem Bereich. Das gilt in allen Branchen. Ob jemand als Handwerkerin, Fotograf oder Unternehmensberaterin tätig ist, spielt dabei zumindest konzeptionell eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist zudem, sich von vornherein zu überlegen, wohin die berufliche Entwicklung in den kommenden Jahren gehen soll. Beim Aufbau der Person Brand wird dann zunächst betont, welche Erfahrungen jemand in genau diesem Bereich bereits sammeln konnte. Wer als Fotograf zum Beispiel verstärkt auch Filmshootings anbieten möchte, zeigt das in seinem Portfolio.

Expertenstatus aufbauen durch eine Person Brand

Doch die Präsentation bisheriger Leistungen ist nur ein Baustein bei der Etablierung einer Person Brand. Wesentlich wichtiger ist es, sich einen Expertenstatus zu erarbeiten, mit dem potenzielle Arbeit- und Auftraggeber von den eigenen Skills überzeugt werden. Das bedeutet allerdings viel Arbeit. Ein für manche Menschen einfacher erster Schritt ist es, fachkundige Artikel zu Themen des anvisierten Berufsschwerpunkts zu veröffentlichen. Das können Blogartikel auf der eigenen Website, längere Postings auf Linkedin oder Gastbeiträge auf anderen themenrelevanten Seiten sein. Gerade Letzteres kann, wenn jemand echte Expertise mitbringt, ein sinnvoller Weg sein, die Markenidentität und Person Brand über das bestehende Netzwerk hinaus zu kommunizieren. Insbesondere die Betreiber kleinerer Websites freuen sich über zusätzlichen Qualitätscontent. Durch solche Kooperationen wird zudem die Vernetzung mit anderen Expertinnen und Experten gezeigt.

Wer nicht gerne schreibt, hat zahlreiche weitere Möglichkeiten, seinen Expertenstatus bekannt zu machen. Vorträge zu halten oder zum Beispiel Workshops zu geben, kann ähnlich wertvoll für die Person Brand sein. Gerade wenn die Veranstaltungen öffentlich sind und sich später beim Googeln wiederfinden lassen. Auch Videoaufzeichnungen von Vorträgen sorgen für mehr Publicity.

„Menschen kaufen von Menschen“

Wer sich schon etwas mit dem Thema Person Brand auseinandergesetzt hat, ist vermutlich bereits über den Satz „Menschen kaufen von Menschen“ gestolpert. Das mag inzwischen etwas abgedroschen klingen, ist aber dennoch wichtig. Wer die eigene Markenidentität entwickelt, muss verstehen, dass die individuelle Persönlichkeit ein Teil davon wird. Das bedeutet nicht, dass man das ganze Privatleben publik machen muss.

Ganz im Gegenteil, zu viel Privates wirkt unprofessionell und schreckt mögliche Geschäftspartner ab. Dennoch interessieren sich potenzielle Arbeitgeber und Auftraggeberinnen bis zu einem gewissen Grad dafür, mit wem sie es persönlich zu tun haben. Schließlich muss es beim Kontakt immer auch „klicken“, damit echte Zusammenarbeit möglich ist. Hin und wieder einen privaten Akzent einzuwerfen oder sogar zu einem arbeitsfernen Thema Stellung zu beziehen, kann daher sinnvoll sein. Damit zeigen Menschen mit einer starken Person Brand, wofür sie brennen. Das macht sie nicht nur sympathischer, sondern vermittelt zudem den Eindruck, dass sie auch für berufliche Themen echte Begeisterung mitbringen. Wichtig ist dabei, solche Informationen lediglich am Rande einzuflechten oder als seltenes, aber klar hervorgehobenes Statement zu präsentieren.

Der Begriff Personal Branding

Personal Branding, wie wir es heute verstehen, gibt es bereits seit den späten 90er-Jahren. Der US-amerikanische Unternehmensberater Tom Peters beschrieb damals in einem FastCompany-Artikel, weswegen der Aufbau eines „Brand Yous“ vor dem Hintergrund zunehmender Digitalisierung und Vernetzung immer wichtiger werden würde. Netzwerke wie LinkedIn oder XING gab es noch nicht und High-Profile-Stellenanzeigen wurden vor allem im Karriereteil großer Wochenzeitungen inseriert. Insofern muss Peters Artikel aus heutiger Sicht als äußerst vorausschauend gewertet werden. Heute ist der Aufbau einer individuellen Personenmarke zumindest über die großen Karrierenetzwerke in vielen Bereichen selbstverständlich. Erwerbstätige schaffen sich damit den nötigen Spielraum, um sich in ihrer Branche selbst in die Richtung zu definieren, in der sie aktiv sein wollen.

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Ana Karen Jimenez ist Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.

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