Das sind die Top-Marketing-Trends 2021 0 75

Fusionen mit Geschäftspartnern, agile Marketingstrategien und noch mehr Konsumenten-Engagement: Wir verraten euch, worauf Marketer sich im nächsten Jahr einstellen müssen.

Vertrauen und Markentreue wächst immer mehr zusammen. Die Verbraucher erwarten zudem von ihren Lieblingsbrands, dass sie in diesen unruhigen Zeiten schnell umdenken und innovative Lösungen hervorbringen. Das sind nur einige Auszüge aus dem Global Marketing Trends Report 2021.

Der neue Bericht von Deloitte Insights hat die Marketing Trends des nächsten Jahres analysiert. Der Bericht basiert auf zwei Umfragen. Für die erste Umfrage wurden ca. 2.500 Konsumenten aus der ganzen Welt befragt; für die zweite mehr als 400 Führungskräfte, darunter einige Chief Marketing Officers (CMOs) von weltweit tätigen US-Unternehmen.

Die sieben Top-Trends 2021

Die sieben spezifischen Trends, die der Bericht ausführlich erklärt, haben laut Deloitte einige Gemeinsamkeiten: „Marken brechen aus ihrer oft defensiven Denkweise aus, um die menschlichen Bedürfnisse ganzheitlicher und authentischer zu erfüllen“. 

Das sind die sieben Keywords, die im nächsten Jahr das Denken der Marketer dominieren sollten:

Purpose:

Die Brands, die ihren Zweck klar vor Augen haben, werden im nächsten Jahr erfolgreich sein. Nur wenn die Marketer klar vor Augen haben, warum sie welche Interessengruppen bedienen, können Marketingstrategien effektiv gestaltet werden.

Agilität:

Top-Marketer werden diejenigen sein, die in agile Marketingstrategien investieren. Ausgelöst durch die Pandemie begrüßen es Konsumenten immer mehr, wenn Brands Fantasie und innovatives Denken beweisen und aus alten Mustern ausbrechen.

Connection: 

Eine authentische Verbindung zwischen Marke und Verbraucher ist heutzutage wichtiger als eine schnelle Markteinführung oder Effizienz. Hinter der ethischen Gestaltung der Produktion und Lieferung einer Brand stehen zu können ist den Käufern zunehmend wichtiger als die schnellste Lieferung oder der niedrigste Preis.

Trust: 

Vertrauen entsteht, wenn Unternehmen genau das liefern, was dem Konsumenten versprochen wurde. Transparente Botschaften, die konsistent und zuverlässig bei den Verbrauchern ankommen, stehen hoch im Kurs. Konsumenten interessieren sich zunehmend für die Werte eines Unternehmens; andere Aspekte, wie etwa ein Preisvorteil, rücken in den Hintergrund.

Participation: 

Die Kundenbindung wird eine neue, tiefere Ebene erreichen. Laut Deloitte wird die Bindung zukünftig über passive Reaktionen, wie das Schreiben von Online-Rezensionen, die Teilnahme an Gesprächen (etwa auf Markenprofilen in den sozialen Medien) und die Erstellung von markenrelevanten Inhalten hinausgehen. Was im Zuge der tieferen Kundenbindung konkret auf uns zukommt, lässt der Report allerdings offen.

Fusion:

Die Verschmelzung mit Geschäftspartnern erfreut sich immer mehr an Beliebtheit. Der Report erklärt ein Beispiel einer erfolgreichen Fusion: “ExxonMobil, einer der größten Öl- und Gas-Konzerne, ging eine Partnerschaft mit einem globalen Technologieunternehmen und einer lokalen Autopflegemarke ein, um ein “digitales Wartungserlebnis für Autos” zu schaffen. Eine über das Ökosystem geschaffene Datenplattform ermöglicht es den Kunden, Wartungsempfehlungen zu erhalten und Online-Reservierungen vorzunehmen; gleichzeitig ermöglicht die Plattform ExxonMobil, die Fahrzeuge nicht nur zu betanken, sondern auch zu gewährleisten, dass sie sicher und effektiv fahren.” Solche Partnerschaften können die Consumer Experience erleichtern und somit auch ihre Brand Loyalty zu allen Fusionspartnern stärken.

Transformation of Talents:

Marketing-Teams sollten neue Wege finden, um Talente zu entdecken und einzustellen. So können sie sich am besten in dem sich schnell entwickelnden digitalen Umfeld differenzieren. Marketer sollten ein Kernteam erstellen, das aus Rollen besteht, die ihren Wettbewerbsvorteil am besten widerspiegeln.

Führungskräfte verlieren Vertrauen in sich selbst

Für den Report wurden die Führungskräfte, über die Trends hinaus, nach ihrem Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten befragt. Demnach gibt es im Vergleich zum Vorjahr einen fortschreitenden Vertrauensverlust: Führungskräfte glauben immer weniger an die eigene Fähigkeit, ihre Kollegen beeinflussen und strategisch Einfluss nehmen zu können. Bei den CMOs sank der Prozentsatz der zuversichtlichen Führungskräfte von bereits sehr niedrigen 5 Prozent im letzten Jahr auf 3 Prozent weiter ab (zum Vergleich: CEOs haben einen Rückgang von 55 Prozent auf 35 Prozent). Diese Entwicklung wurde nicht zuletzt durch die Krise begünstigt, aber auch die steigenden Erwartungen der Verbraucher könnten sich negativ auf das unternehmerische Selbstbild von Marketingchefs ausgewirkt haben.

Die Verbraucher hingegen reagieren überwiegend positiv auf die Reaktionen von Marken in der aktuellen Krise. „Fast vier von fünf Personen konnten ein Beispiel nennen, in der eine Marke positiv auf die Pandemie reagierte. Einer von fünf Konsumenten gab sogar an, dass dies bei ihm zu einer erhöhten Markentreue geführt hat”, heißt es im Report.

Nicht zuletzt durch die anhaltende Corona-Krise wird es Verbrauchern zunehmend wichtiger, dass sich Marken transparent und authentisch präsentieren. Innovative Werbung wirkt erfrischend und die Zusammenarbeit mit anderen Brands kann sowohl für die Marken als auch für die Verbraucher eine interessante Abwechslung darstellen. Wir sind gespannt, was sich die Marketer von morgen einfallen lassen. Wenn du dich fragst, wo du deine Marketingkampagnen im nächsten Jahr ausspielen solltest, findest du hier deine richtige Social Media Strategie für das Jahr 2021.

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Nina Rath
Nina Rath ist Bachelor of Science in Marketing und als Journalistin unsere Expertin für tagesaktuelle News, die Marketer, Selbstständige und Unternehmer interessieren.

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