Influencer finden: So suchst Du dir den passenden Influencer für dein Unternehmen aus 0 63

An Influencer-Marketing kommen die meisten Unternehmen heutzutage nicht mehr vorbei. Doch Influencer gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Umso schwieriger ist es, den passenden Influencer zu finden. Die Zahl der Auswahlkriterien ist heute wesentlich größer als in der Vergangenheit.
Influencer finden: So suchst Du dir den passenden Influencer für dein Unternehmen aus

Wir erklären, wo Unternehmen und Selbständige Influencer finden und auf welche Kriterien sie bei der Auswahl achten sollten.Influencer-Marketing hat sich in den letzten Jahren zu einem bedeutenden Teilbereich des Social-Media-Marketings entwickelt. Der Grund? Solch ein Markenbotschafter-Marketing ist äußerst effektiv. In Studien gaben über 90 Prozent der Marketingverantwortlichen an, dass Influencer-Marketing für ihr Unternehmen attraktiv sei. Grundlage dieser Attraktivität ist die Vertrauenswürdigkeit von entsprechenden Meinungsbildnern in den Sozialen Netzwerken. Während Kunden zu 90 Prozent den Empfehlungen von Vertrauenspersonen vertrauen, zu denen in der Regel auch Influencer gezählt werden, finden nur 33 Prozent der Kunden klassische Werbung vertrauenswürdig. Der Return on Investment ist für viele Firmen folglich beim Influencer Marketing deutlich höher als bei anderen Marketingformaten.

Influencer finden – wo geht das?

Unternehmen und Selbständige, die einen Werbebotschafter von Social Media für Marketingzwecke finden wollen, werden sich zuallererst die Frage stellen, wo sie überhaupt einen Influencer finden können. Eine erste Anlaufstelle für die Suche sind spezielle Verzeichnisse wie influma.com, auf denen man Influencer finden kann und zwar thematisch sortiert. Darüber hinaus kann ein passender Markenbotschafter aus dem Social Web auch über zahlreiche Blog-Verzeichnisse und Blogger-Vereinigungen wie bloggerei.de und bloglovin.com gefunden werden. Eine weitere Möglichkeit der Suche sind Kooperationsplattformen wie blogvertising.de, blogmission.com und eqolot.com, auf denen Unternehmen eine Influencer-Suche einstellen, auf die sich Personen bewerben können. Nicht zuletzt ist auch eine gezielte Suche über Suchmaschinen wie Google oder Videoportale wie YouTube sinnvoll, um den richtigen Influencer zu finden.

Welche Influencer-Typen gibt es?

Bei der Suche nach dem passendsten Influencer werden Unternehmen schnell feststellen, dass der entsprechende Markt inzwischen sehr groß und unübersichtlich geworden ist. Inzwischen werden fünf verschiedene Influencer-Typen unterschieden, die alle ihre individuellen Vor- und Nachteile haben.

1. Prominente

Zahlreiche Prominente nutzen heutzutage ihre Bekanntheit, um als Werbebotschafter in den sozialen Medien zusätzliches Geld zu verdienen. Der Vorteil, den ein Promi mitbringt, ist der hohe Bekanntheitsgrad. Das Problem beim Einsatz von Promis als Markenbotschafter ist deren oft fehlende Authentizität und Glaubwürdigkeit. Unternehmen sollten deshalb sicherstellen, dass ihre Firma bzw. ihr Produkt kompatibel mit dem Image des Prominenten ist.

2. Makro-Influencer

Sie zeichnen sich durch eine hohe Zahl an Followern aus, sind im Gegensatz zu Prominenten jedoch ausschließlich über ihre Tätigkeit im Internet bekannt geworden. Makro-Influencer haben den Vorteil, dass sie eine hohe Reichweite haben und Unternehmen über sie sehr viele Menschen erreichen können. Die Kehrseite der Medaille ist, dass Makro-Influencer in der Regel ein breiteres Themenspektrum bedienen und somit für Unternehmen aus einer bestimmten Marktnische eher uninteressant sind.

3. Mikro-Influencer

Im Gegensatz zu Makro-Influencern fokussieren sich Mikro-Influencer meist auf ein bestimmtes Thema. Ihre Follower-Zahl liegt in der Regel zwischen 1.000 und 100.000 Personen. Der Vorteil von Mikro-Influencern: Durch ihren Themenfokus genießen sie in ihrer Follower-Community einen gewissen Expertenstatus. Für Unternehmen, die eine bestimmte Nische bedienen, kann sich eine Zusammenarbeit mit einem Mikro-Influencer somit als vorteilhaft erweisen.

4. Nano-Influencer

Diese Bezeichnung ist relativ neu auf dem Markt. Nano-Influencer habe eine noch kleinere Follower-Community als Mikro-Influencer. Aufgrund ihrer geringen Follower-Zahl sind sie jedoch in der Lage, einen sehr persönlichen Kontakt zu ihren Followern zu pflegen. Ihr Vorteil ist, dass sie ein sehr hohes Maß an Authentizität genießen und ihre Wirkung auf ihre Follower ähnlich oder sogar stärker ist als die von Freunden oder Familie.

5. Virtuelle Influencer

Wie im gesamten Online-Business gibt es inzwischen auch Avatare als Werbebotschafter in den sozialen Medien. Die computergenerierten Figuren sehen oft täuschend echt aus. Manche von ihnen haben bereits Millionen Follower. Inwiefern sich virtuelle Influencer dauerhaft auf dem Markt etablieren werden, ist bislang noch nicht abzuschätzen.

Welche qualitativen Kriterien sollte man beim Influencer finden beachten?

Beim Suchen und Finden des richtigen Influencers spielen qualitative Kriterien eine ganz entscheidende Rolle. Wie jede Art von Marketing hat auch ein Influencer einen direkten Einfluss auf die Markenwahrnehmung und muss deshalb zur Corporate Identity eines Unternehmens passen. Bei der Auswahl des müssen sich Marketer deshalb im Detail mit der Arbeit des Influencers auseinandersetzen. Wie tritt er/sie in seinen/ihren Videos auf? Wirkt er/sie authentisch oder „gekauft“? Wie geht er/sie mit seinen/ihren Followern um? Im besten Fall besteht ein hoher Marken-Fit und ein hoher Authentizitätswert. Im worst case wirkt der Markenbotschafter in den Sozialen Medien gekauft und ungeeignet.

Auf welche quantitativen Kriterien kommt es an?

Neben qualitativen Punkten muss beim Finden eines Influencers auch eine Reihe von quantitativen Kriterien beachten werden. Dazu zählt in erster Linie die Anzahl der Follower, also die Reichweite des Influencers. Hinzu kommen auch die geographische Verteilung der Follower sowie die Intensität der Interaktion mit den Followern.

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Samuel Altersberger ist Redakteur beim OnlineMarketingMagazin. Vor seiner Arbeit beim DCF Verlag war er bereits sechs Jahre als freier Autor tätig und hat während dieser Zeit auch in der Marketing Branche gearbeitet.

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