Websitegestaltung – Auf diese drei Faktoren sollte man beim Corporate Design achten 0 376

Die Marke als unverwechselbares Erkennungsmerkmal eines Unternehmens wird durch das Firmendesign, die Kommunikation sowie die Unternehmenskultur geprägt. Das Corporate Design, kurz CD ist als ein Markenteil das visuelle Erscheinungsbild mit der einheitlichen Gestaltung von Logo und Slogan, von Schriftzug, Werbemittel oder Produktverpackung.
Corporate Design

Das Corporate Design unterstützt die von der CI, der Corporate Identity vorgegebenen Unternehmensziele. CI ist somit das strategische Konzept zur Positionierung der Identität des Unternehmens am Markt.

Das Corporate Design sollte sich bestenfalls auf den ersten Blick nachhaltig einprägen, sozusagen im Gedächtnis des Lesenden haftenbleiben. Das gelingt allerdings nur mit dem Corporate Design als einem Alleinstellungsmerkmal sei es wegen des ausgefallenen Logos, eines außergewöhnlichen Farbschemas oder wegen des ins Auge fallenden Schriftbildes. Eine geradezu ideale Plattform zur Einbindung des Corporate Designs ist somit die Firmenhomepage.

Drei Faktoren für erfolgreiches Corporate Design

Farbe im Corporate Design

Die Farbe ist eine Eigenschaft des Lichtes. Zeitgleich mit dem Sehen eines Gegenstandes wird oftmals auch unbewusst dessen Farbgebung wahrgenommen. Die Markenidentität eines Unternehmens mit Alleinstellungsmerkmal wird ganz maßgeblich durch Farben, genauer gesagt durch das Farbschema bestimmt. Farben sind ein wirklich starkes Designelement. Sie drücken Emotionen aus, regen Gefühle an und hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Sofern Farben richtig, gekonnt und gezielt eingesetzt werden, beeinflussen sie den Markenaufbau auf kreative Weise.

Entscheidend für die Ausdrucksstärke des Corporate Designs ist das Farbschema mit seinen verschiedenartigen Farbpaletten. Für die Auswahl der zum Corporate Design optimal passenden Farbe gelten die folgenden Grundsätze:

  • Analog: Aus benachbarten Farbsegmenten werden drei Farben ausgewählt; eine als Haupt-, die anderen beiden als Zusatzfarbe
  • Komplementär: Zwei kontrastierende Farben sind die Basis, ergänzt durch mehrere davon abgeleitete Farbtöne
  • Monochrom: Für das CD wird eine Primärfarbe ausgewählt. Von deren Schattierungen werden durch Sättigung sowie Helligkeit weitere Farbtöne abgeleitet
  • Teilkomplementär: Bei diesem Farbschema wird eine der beiden Kontrastfarben durch zwei aus dem benachbarten Kreissegment ähnliche Kontrastfarben ersetzt
  • Tetradisch: Das Farbschema setzt sich aus vier gleichmäßig entfernten Farben zusammen. Hilfreich sind beispielsweise Farbpaletten-Generatoren von Adobe über ColorSpace bis Colormind
  • Triadisch: Diese Farbpalette enthält drei anstelle vier gleichmäßig voneinander entfernte Farben

Bei der Auswahl des Farbschemas sind die drei Faktoren Firmendesign, Tätigkeit respektive Produkt sowie Zielgruppe von entscheidender Bedeutung.

Logo des Corporate Designs

Das Logo als Symbol aus Bild und Text ist im Grunde genommen die grafische Darstellung der Unternehmensphilosophie. Das ist nicht einfach, zumal ein Logo als Bild- oder Wortmarke durchaus interpretations- oder erklärungsbedürftig ist.

Ein Logo erfüllt voll und ganz seinen Zweck, wenn es ausdrucksstark, einfach, einprägsam und zugleich unverwechselbar ist. In diesen Eigenschaften liegen Qualität und Einmaligkeit des Logos als Unikat.

Darüber hinaus gehört es zur Aufgabe eines Logos, ästhetisch positiv aufzufallen, Individualität auszudrücken, Eigenschaften wie Qualität zu kommunizieren und zu werben. Das beste Beispiel sind die Logos namhafter Automarken oder diejenigen von Mode- und Markenkleidung.

Das Firmen- oder Produktlogo lässt sich auf dreierlei Weise entwickeln, und zwar

  • mit einer Kreativagentur auf dem freien Markt
  • mit Logo-Generatoren im Internet wie Tailor Brands, Canva oder Shopify. Jede dieser Onlineplattformen bietet eine Vielfalt an Logovarianten an
  • durch das Herunterladen eines fertigen Logo-Templates, das anschließend individualisiert wird

Das Logo mit dem hohen Wiedererkennungswert ist nach wie vor die beste Werbung. Es ist sowohl optisch als auch farblich einprägsam und fügt sich optimal in das Corporate Design ein.

Schrift des Corporate Designs

Es ist eine bekannte Tatsache, dass verschiedenartige Schriften von Lesern unterschiedlich wahrgenommen werden. Das geschieht meistens wenig bewusst. Das Corporate Design muss eine möglichst breite Zustimmung finden; es muss also, wie man sagt, bei allen gut ankommen. Demzufolge gilt es, eine möglichst neutrale Typografie zu wählen.

Die Schriftarten gliedern sich in die beiden Hauptgruppen handschriftlich und gedruckt. Wie der Begriff sagt, ist handschriftlich gleichbedeutend mit persönlich und individuell. Die gedruckten Schriftarten sind in die drei Gruppen Serifen, Serifenlos sowie Dekorativ unterteilt. Serifen sind kleine bis kleinste Querstriche oder Verschnörkelungen am Buchstabenende. In den Printmedien wird der Lesbarkeit wegen viel mit Serifen gearbeitet, online hingegen serifenlos. Die dekorative Schriftart wird im Segment der Lesetypografie häufig für Romane in Printform verwendet.

Fonts sind Schriftarten, die auf dem Computer seh- und verwendbar sind. Für die Homepage bietet Google Fonts eine Auswahl von mehreren Hundert Schriftarten zur kostenlosen Nutzung an. Sie werden in jedem Browser korrekt angezeigt und lassen sich denkbar einfach in eine Webseite einbinden.

Zur Nutzung der zur Homepage passenden Schriftart gilt es zu beachten

  • zwei bis höchstens drei Schriftarten zu nutzen
  • die Benutzung derselben Schriftart für Parameter wie Größe, Sättigung und Stil
  • die richtige Kombination mehrerer Schriftarten auszuwählen. Hilfestellung biete GitHub als webbasierter Dienst zur Softwareverwaltung

Fazit 

Das Corporate Design der Webseite hat einen ganz maßgeblichen Einfluss auf die Konversation. Denn sie ist im Marketing die Umwandlung von Lead zum Interessenten oder vom Interessenten zum Käufer. Das Corporate Design als Markenidentität steht und fällt mit den Faktoren Logo, Farbe sowie Typografie.

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Ana Karen Jimenez ist Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.

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