Neue Shopping-Plattform: Google launcht Shoploop 0 803

Das Google-Start-up Area 120 hat die Plattform Shoploop gestartet. Eine große Chance für das mobile Shopping - und eine mögliche Konkurrenz für Instagram und TikTok.

Area 120 gilt als “Spielwiese” der Google-Entwickler. Dort werden interne Experimente und Probeläufe für mögliche Google-Produkte oder für Funktionen zu bereits bestehenden Produkten durchgeführt. Jetzt hat das Start-up vor wenigen Tagen die Plattform Shoploop gestartet.

Shoploop ist eine Video-Shopping-Plattform zum Entdecken, Bewerten und Kaufen von Produkten – alles an einem Ort. Influencer, Publisher und andere Content-Creator können ihre Produkte vorstellen und vermarkten. Die User können auf dem Portal Produktinformationen einsehen, Bewertungen abgeben und sogar die Produkte sofort kaufen.

Eine App für die gesamte Shopping-Erfahrung

Bisher ist es unter Online-Shoppern üblich, ein Produkt auf Instagram zu sehen, sich dann auf YouTube oder Google darüber zu informieren und zuletzt einen Onlineshop zu suchen, der den Artikel anbietet. Shoploop möchte diese Aktivitäten auf nur einer einzelnen Plattform möglich machen. 

Googles Ziel ist es, dass Personen mit Expertise in den jeweiligen Produktbereichen die Artikel seriös vorstellen und bewerten. User sollen so eine realistische Einschätzung der Artikel bekommen. Die Shopping-Erfahrung soll dabei interaktiver als in traditionellen Online-Shops ablaufen.

  Lax Poojar, Genereal Manager bei Shoploop, schreibt hierzu im Google Blog:

„We want to help people experience the look and feel of products they’re shopping for in real life without going to a physical store. Shoploop helps you get product reviews from real people who are knowledgeable about the products in a particular area.“

Die Videos dürfen nicht länger als 90 Sekunden sein. Das vorgestellte Produkt wird während des Videos unten links in einer kleinen Infobox angezeigt. Möchte ein Nutzer das Produkt erwerben, ist er also nur einen Klick davon entfernt. Alternativ hat er aber auch die Möglichkeit, das Produkt vorerst abzuspeichern und weiterzustöbern. Natürlich können User – wie auch auf den anderen gängigen Plattformen – ihren Lieblings-Creatorn folgen. Die Videos können zudem auf allen anderen Social-Media-Seiten geteilt werden.

Aktuell kann Shoploop nur mobil über shoploop.app genutzt werden. Eine Desktop-Version soll aber bald zur Verfügung stehen. Ob Shoploop eine ernsthafte Konkurrenz für die Produktverkäufe über andere Social-Plattformen darstellt, bleibt abzuwarten. Immerhin besitzt Google nur YouTube als Produkt, in dem sich Shoploops theoretisch integrieren ließe, wobei das nicht der Sinn hinter der all-in-one Shopping-Erfahrung wäre. Dennoch könnte Shoploops dank Googles Relevanz und dem stetig wachsenden Social Commerce eine erfolgreiche Option darstellen, anderen Plattformen im Shopping-Kontext das Wasser zu reichen. 

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Ana Karen Jimenez ist Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.

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