Wie die organische Suche für Suchmaschinen optimiert werden kann 0 57

Die organische Suche ändert sich bei Google & Co. praktisch jeden Tag, weil an den Suchkriterien ständig gearbeitet wird. Webseiten, die heute ganz oben in den Suchergebnisseiten, die als „Search Enginge Result Page“ (SERP) bezeichnet werden, erscheinen, können schon morgen auf der dritten Seite im Nirwana verschwinden. Um dies zu vermeiden, sind alle Betreiber von Webseiten gut beraten, sich mit dem Thema „organische Suche“ etwas näher zu beschäftigen.
organische Suche

Ein primäres Ziel von „Search Engine Optimization“ (SEO) besteht darin, das Ranking im Rahmen der organischen Suche immer weiter zu verbessern. Bei den Suchtreffern auf der SERP handelt es sich um eine organische Suche nach den natürlich gewachsenen und sich ändernden Treffern, nicht um Suchmaschinenwerbung, die unter den Begriff „Paid Search“ fällt.

Statistiken weisen aus, dass Menschen im Durchschnitt jeden Tag etwa acht Milliarden Mal googeln. Es sind aber maximal nur die ersten zehn Ergebnisse, die Menschen tatsächlich näher betrachten. Was auf Google weiter unten erscheint, sieht praktisch niemals jemand. Dies bestätigte bereits eine Studie aus dem Jahre 2015. Der Marketingexperte Arne Kirchem drückte es sinngemäß einmal so aus: „Es gibt keinen besseren Platz, eine Leiche zu verstecken, als auf der dritten Seite der Suchergebnisse.“

Unterschiede zwischen organischer Suche und Paid Search

Bezahlte Anzeigen befinden sich auf einer SERP ganz unten oder oben (Position 0) und sind als „Anzeige“ gekennzeichnet. Zwar ist das Ziel der SEO, das organische Suchergebnis gleich auf Position 1 erscheinen zu lassen, doch sehr zufrieden darf man bereits sein, wenn der Treffer tatsächlich auf Seite 1, also unter den ersten zehn Positionen steht.

Die Pflege der Suchmaschinenoptimierung und der organischen Suche erfordert ständig Zeit und Geld, allerdings unabhängig von der Anzahl der dadurch generierten Klicks. Bei der bezahlten Anzeige muss man dagegen jeden einzelnen Klick bezahlen und das kann zuweilen richtig teuer werden. 

Studien haben sogar nachgewiesen, dass Menschen den organischen Suchergebnissen in aller Regel mehr vertrauen, wohingegen Werbeanzeigen eher unseriös und wenig authentisch wirken.

Suchalgorithmen bei der organischen Suche: von der Quantität zur Qualität

Jede auf der SERP gelistete URL wurde von der jeweils verwendeten Suchmaschine zuvor „gecrawlt“, bewertet und indexiert. Der „Crawler“ ist ein Computerprogramm, das das gesamte Internet und die Inhalte der Webseiten durchsucht und analysiert. Wie ein kleiner „Käfer krabbelt“ dieses Programm über all die Seiten und sucht dort nach den begehrten Informationen.

Die so erfassten Informationen werden dann in den Index der Suchmaschine aufgenommen, um schließlich nach einer Priorisierung auf der SERP angezeigt zu werden. Welche Ergebnisse schließlich im Rahmen der organischen Suche aufgenommen werden, bestimmt jeweils der Algorithmus der Suchmaschine. Bei Google beispielsweise fließen dazu mehr als 200 Qualitätsfaktoren ein. Neben hochwertigem Content spielen auch Verlinkungen, User Experience oder gut funktionierende Technik eine entscheidende Rolle.

Google hat in den letzten Jahren einige Algorithmus-Änderungen vorgenommen, die mehrere Aspekte in der Suchmaschinenoptimierung und der organischen Suche stark modifiziert haben. Zu den Bedeutendsten zählen das Panda-Update (2011) und das Penguin-Update (2012). Beide bewirkten, dass sich bei Google der SEO-Fokus eindeutig von der Quantität zur Qualität verschoben hat.

Tatsächlich können derartige Updates das bisherige Ranking und die organische Suche erheblich beeinflussen. Google Hummingbird war ein Algorithmus-Update im Jahre 2013 mit dem Ziel, die Suchintention zu interpretieren. Und zusätzlich semantische Zusammenhänge von Suchanfragen zu erkennen.

Erweiterter Funktionsumfang bei der organischen Suche

Die erweiterte Suche („Universal Search“) bindet weitere Medien wie Bilder, Audio-Informationen und Videos mit ein. Die Funktion „Ähnliche Fragen“ verfolgt ebenfalls diesen Ansatz. Darüber hinaus gibt es „Extended Search“, das zum Beispiel für „Direct Answers“ oder „Knowledge Graph“ bestimmt ist.

Die Zukunft hat längst begonnen

Mithilfe der „Künstlichen Intelligenz“ (KI) sucht Google seit 2021 auf Basis des „Multitask Unified Model“ (MUM) multimedial. Das darf man sich so vorstellen, dass Google neben Worten nun auch Bilder, Audiodateien und Videos „verstehen“ kann. Ein echter Fortschritt, der aber auch Angst machen kann. Wer zum Beispiel mit Google Lens eine Hose fotografiert und das Bild dann mit der Suchanfrage „Hemd in dieser Farbe“ kombiniert, erhält die exakt dazu passenden Shopping-Ergebnisse.

Erfolgreiche SEO-Maßnahmen

SEO-Maßnahmen führen zum Erfolg, wenn man dabei folgende Aspekte besonders berücksichtigt:

  1. Die Strategie muss eindeutig definiert sein.
  2. Die Webseite muss für die Suchmaschine gut verständlich sein.
  3. Der Content muss hochwertig und zielgruppenorientiert sein.
  4. Mehrere andere qualitativ hochwertige Webseiten sollten auf die eigene Seite verweisen.

Im ersten Schritt erfolgt die Keyword-Analyse, denn die Suchbegriffe sind eine Art „Vermittler“ zwischen der eigenen Webseite, den Suchmaschinen und den Nutzern. Dabei allein jene Begriffe mit den höchsten Suchvolumina zu berücksichtigen, reicht aber bei Weitem nicht aus. Denn die Keywords müssen zugleich die Inhalte der Webseite als auch die Bedürfnisse der Zielgruppen abbilden, um so in der organischen Suche zu erscheinen.

Um sich besser in die Rolle der Kunden versetzen zu können, wurde das AIDA-Modell geschaffen, das eine Reise vom ersten Kontakt der User bis zur angestrebten Conversion in die folgenden, aufeinander aufbauenden vier Phasen einteilt:

  • A (Attention) – Erzeugung von Aufmerksamkeit
  • I (Interest) – Stärkung des Interesses
  • D (Desire) – Wecken des Bedürfnisses nach einem Produkt oder einer Dienstleistung
  • A (Action) – Auslösung der Handlung

Organische Suche: Fazit

SEO mit dem Ziel, bei der organischen Suche immer wieder ganz oben auf der SERP zu erscheinen, ist nicht eine Maßnahme, die man einmal bestellt und kauft. Es handelt sich um einen ständigen, nicht endenden Optimierungsprozess. Der damit verbundene Aufwand ist zwar um ein Vielfaches größer als beispielsweise bei Werbeschaltungen. Dafür aber sehr viel erfolgreicher und nachhaltiger. 

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Samuel Altersberger ist Redakteur beim OnlineMarketingMagazin. Vor seiner Arbeit beim DCF Verlag war er bereits sechs Jahre als freier Autor tätig und hat während dieser Zeit auch in der Marketing Branche gearbeitet.

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