Xing oder LinkedIn: Stärken und Schwächen der Karrierenetzwerke 0 7

Beruflicher Erfolg hängt seit jeher von gut ausgebauten Netzwerken ab. Zu den wichtigen Komponenten für den Ausbau von Kontakten zählen die sozialen Netzwerke. In Deutschland sind Xing und LinkedIn mit Abstand am meisten genutzten Karriereplattformen.
Xing oder LinkedIn

Doch welche Plattform bietet den höchsten Mehrwert für Unternehmer – XING oder LinkedIn? Dieser Ratgeber liefert die Antworten.

XING – das Netzwerk für den deutschsprachigen Raum

Nach den Daten von XING sind Mitte 2021 auf der Plattform 16 Millionen einzigartige User registriert. Rund 14 Millionen stammen aus Deutschland, je eine Million aus Österreich und der Schweiz. Wer seine geschäftlichen Beziehungen auf den deutschen Raum beschränkt, kann sich auf XING ein solides Netzwerk aufbauen.

Das Portal bietet einen kostenlosen Basisaccount, der alle für ein soziales Netzwerk nötigen Funktionen bereitstellt. Um Statistiken über Profilbesuche einzusehen oder selbst Kontakte zu suchen, ist die Premium-Mitgliedschaft nötigt. Sie kostet bei einer Laufzeit von zwölf Monaten 9,95 Euro. Neue Premiumnutzer erhalten für einen begrenzten Zeitraum einen Rabatt.

Mit Leichtigkeit neue Kontakte knüpfen

Selbstständige können für 69,95 Euro im Monat ein ProBusiness-Abo abschließen. Spezielle Filterfunktionen lassen Nutzer in dieser Erweiterung beispielsweise schneller potenzielle Geschäftspartner finden. Nutzer erkennen schnell, wenn sich ein vernetzter User beruflich verändert oder neue Kontakte geknüpft hat. Solche Ereignisse können eine erneute Kontaktaufnahme sinnvoll machen. Außerdem gibt es schon in den Suchergebnissen einen Überblick über die relevantesten Informationen zu den aufgelisteten Usern. Dies ermöglicht eine schnelle Einschätzung, ob das eigene Business durch eine Vernetzung profitieren würde.

XING ist als klassisches soziales Netzwerk konzipiert und wird von der deutschen Hubert Burda Media betrieben. Über die App sind die Nutzer auch mobil zu jeder Zeit vernetzt.

LinkedIn – global vernetzen

Laut dem Eigner Microsoft besitzt LinkedIn im deutschsprachigen Raum inzwischen 17 Millionen Nutzer. Damit wurde XING von LinkedIn überflügelt.  Allein in den ersten sechs Monaten legte die Nutzerzahl um eine Million zu. Wer ein internationales Business pflegt, findet auf LinkedIn die ideale Möglichkeit, sich weltweit zu vernetzen. Insgesamt 790 Millionen Menschen aus über 200 Ländern nutzen das Karrierenetzwerk.

Auch die amerikanische Plattform bietet eine App zur mobilen Vernetzung an. Ein kostenloser Basic-Account bietet relativ wenige Features, die über das Kontakthalten mit Kollegen kaum hinausgehen. Nutzer, die den Tarif Premium Essential für 10 Euro pro Monat oder 99 Euro im Jahr wählen, können die einzelnen Profilbesucher sehen. Außerdem erlaubt ihnen der Tarif fünf Nachrichten an Personen zu senden, mit denen sie nicht vernetzt sind. Ebenso bietet der Account einige Vorteile für Bewerbungen.

Eine effiziente Kontaktsuche ist bei LinkedIn teurer

Wer unbeschränkt Kontakte knüpfen, die Profile von Unternehmen anschauen und an Onlinekursen teilnehmen möchte, benötigt den Tarif Premium Business. Er kostet bei jährlicher Zahlung 528 Euro, also 44 Euro im Monat. Die Erstellung eines Unternehmensprofils ist dagegen kostenfrei. Kosten entstehen nur für Werbemaßnahmen, um mehr Follower zu generieren.

LinkedIn bietet drei weitere Modelle, etwa Premium Career, das Vorteile bei Bewerbungen ermöglicht sowie Einblicke in Stellenausschreibungen gewährt. Für Unternehmer interessanter ist Sales Navigator Professional, mit dem sich potenzielle Kontakte ansprechen und verwalten lassen. Mit Recruiter Lite finden Unternehmer schneller passende Kandidaten für eine zu besetzende Stelle.

Recruiter, Marketingstrategen und Vertriebsstrategen bekommen durch die Mitgliedschaft in einem der Premium-Programme ein starkes Werkzeug für das internationale Business an die Hand. Wer sich auf den deutschsprachigen Raum konzentrieren möchte, findet in XING eine preiswerte Alternative.

Zwei Karriere-Sprungbretter bei XING oder LinkedIn

Eines der Kernthemen beider Netzwerke, XING oder auch LinkedIn, ist die Kontaktaufnahme von Unternehmern und potenziellen Arbeitnehmern. LinkedIn ist dabei führend, wenn Firmen weltweit nach Fachkräften suchen. Über die LinkedIn Career Pages können Unternehmen ihre Stärken als Arbeitgeber präsentieren. Die Pakete Recruiter und Recruiter Lite bieten eine unbegrenzte Suche nach geeigneten Kandidaten und ein automatisches Tracking von Fachkräften.

Die Stärke von XING ist eine sehr lebhafte Beteiligung der Nutzer in Gruppen. Somit vernetzen sich in ihnen Spezialisten einer Branche. Eine besonders aktive Gruppe sind die Freelancer, die sich hier austauschen, um neue Impulse für ihre Arbeit zu erhalten. Unternehmen können auf XING Stellenanzeigen schalten, welche die Nutzer direkt einsehen können. Ferner können sich Firmen mit einem „Employer Branding Profil“, ähnlich wie auf den LinkedIn Career Pages präsentieren.

XING oder LinkedIn: Beim Networking hat LinkedIn die Nase vorn

XING bietet über die sehr aktiv genutzten Gruppen die hervorragende Möglichkeit, mit Unternehmern ins Gespräch zu kommen. Wer als Content-Partner für XING-News ausgewählt wird, kann seine Kompetenz als Publisher beweisen.

Bei LinkedIn gibt es ebenfalls Gruppen. Zudem haben Mitglieder die Möglichkeit, Blogartikel zu posten und Influencer-Marketing zu betreiben. Ein weiterer Vorteil ist die deutlich größere Reichweite, wenn es um ein internationales Business geht.

Das Fazit: XING oder LinkedIn

Abschließend stellt sich die Frage, welche der Plattformen XING oder LinkedIn den höchsten Mehrwert für ein Unternehmen bietet. Wer berufliche Netzwerke im deutschsprachigen Raum knüpfen möchte, hat in XING ein günstiges und vielseitiges Instrument zur Hand. Für eine internationale Ausrichtung führt allerdings kein Weg an einer kostenintensiveren Premium-Mitgliedschaft bei LinkedIn vorbei.

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Ana Karen Jimenez ist Trainee-Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.

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