Warum sollte ein Online-Unternehmer das Suchvolumen ermitteln? Und wie geht das? 0 67

Das Suchvolumen ist eine der wesentlichen Kennzahlen bei der Bewertung von Keywords. Für die Sichtbarkeit einer Seite im Web spielt es eine besondere Rolle, denn je höher die Anzahl der Aufrufe eines Begriffs, umso größer die Chance, bei Google gefunden zu werden.
Suchvolumen ermitteln

Der Begriff „Suchvolumen“ meint die Anzahl der Suchanfragen für ein Keyword – oder eine Kombination von Wörtern – innerhalb eines gewissen Zeitraums. Dabei handelt es sich meist um einen Monat, für den die Häufigkeit eines bestimmten Begriffs bestimmt ist. Das Suchvolumen ermitteln bedeutet also, die Nachfrage im Internet herauszufinden, das Kundeninteresse festzustellen, um die eigene Strategie entsprechend zu optimieren.

Zu den einzelnen Komponenten der Recherche zählen:

  • Monatliche Aufrufe des Begriffs als Durchschnitt von 12 Monaten
  • Die Suche bezieht sich auf das Land, das man im Keyword-Tool auswählen kann
  • Das Volumen gibt die Anzahl der Suchmaschinen-Eingaben wieder, nicht die Zahl der User

In den meisten Fällen, in denen man das Suchvolumen ermitteln möchte, beziehen sich die Ergebnisse auf Google, denn über diese Suchmaschine finden 83 Prozent der Anfragen in Deutschland statt.

Die Anzahl der eingehenden Suchanfragen ist allerdings von den Tools nur geschätzt. Sie schwankt bisweilen deutlich in Abhängigkeit von der Region, in der sie gestellt wird. Auch das Thema spielt eine Rolle und die Saisonalität. Nach „Weihnachten“ etwa suchen die meisten Internet-Nutzer erst ab Oktober, im Sommer sind mehr Begriffe wie beispielsweise „Urlaub“ und aus dem Bereich der Gastronomie gefragt.

Warum sollte man das Suchvolumen ermitteln?

Mit dem Suchvolumen versucht man herauszufinden, ob bestimmte Begriffe in einem Internet-Text, der demnächst online geht, enthalten sein sollten. Wenn die User diese nämlich bei Google häufig eingeben, erhöht sich damit die Wahrscheinlichkeit, dass auch die eigene Seite von der Suchmaschine gelistet wird, was den Traffic, die Nachfrage sowie den Umsatz erhöht. 

Darüber hinaus ergeben Suchmaschinenoptimierungs-Maßnahmen wenig Sinn, wenn man nicht zuvor das Suchvolumen ermitteln konnte. Denn erst mit diesen häufig nachgefragten Begriffen legt man den Themenschwerpunkt fest und die Inhalte, aus denen ein Text besteht, mit denen sich die Internet-Seite auseinandersetzt.

Selbstverständlich nutzen aber auch andere clevere Internet-Anbieter die Google-Recherche, um ihre Texte entsprechend zu formulieren. Das Ergebnis: Viele verwenden dieselben Begriffe, und für das Ranking ist nichts gewonnen. Es gilt also neben dem Suchvolumen auch die Konkurrenz in die Bewertung von Keywords mit einzubeziehen.

Ermittlung anhand diverser Tools

Zur Ermittlung des Volumens einer Suchanfrage gibt es verschiedene Tools, die jeweils ihre Besonderheiten aufweisen. Die Kombination von mehreren dieser Anwendungen schafft einen guten Überblick über das Potential eines Keywords.

Google Trends

Mit diesem Programm der meistgenutzten Suchmaschine erhält der Anwender Auskünfte über regionale und zeitliche Trends, also das Auf- und Absteigen des Suchvolumens in bestimmten Gegenden oder Zeiträumen. Mit Google Trends kann man das Suchvolumen ermitteln und ist zudem vollkommen kostenlos.

Google Keyword Planner

Grundsätzlich wurde dieses Tool für die Planung einer Google Adword Kampagne entwickelt. Der Keyword Planner kann aber auch grobe Suchvolumen abrufen und darstellen. Allerdings ist bei den Ereignissen Vorsicht geboten, weil in der Spalte „Durchschnittliche Suchanfragen pro Monat“ auch das Volumen ähnlicher Begriffe mit eingerechnet wird.

Kostenlose Anwendungen für die SEO-Optimierung

Aber auch Tools, die kostenfrei erhältlich sind, können bei der Gestaltung einer Webseite helfen. Zu nennen ist hier zum Beispiel das weit verbreitete Ubersuggest oder keyword-tools.org. Oft muss der Nutzer bei kostenlosen Tools einen Account einrichten, und die Verwendung ist limitiert – kann aber im Anschluss das Suchvolumen ermitteln.

Kostenpflichtige Tools

Zu den wesentlichen Aufgaben von Premium Tools gehört es selbstredend, auch das Suchvolumen zu ermitteln und darzustellen. Die Programme können jedoch wesentlich mehr, deswegen spiegeln sich diese Fähigkeiten auch in den Kosten wider. Viele SEO-Experten nutzen Ahrefs, überwiegend positiv bewertet sind Ryte, moz, Xovi, SEMrush und SISTRIX.

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Samuel Altersberger ist Redakteur beim OnlineMarketingMagazin. Vor seiner Arbeit beim DCF Verlag war er bereits sechs Jahre als freier Autor tätig und hat während dieser Zeit auch in der Marketing Branche gearbeitet.

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