A/B-Tests für Google-SEO: Was ist das und wozu sind sie gut? 0 177

Kleinigkeiten können gravierende Auswirkungen auf das Kundenverhalten haben. Wer etwa bei Amazon einkauft und auf der letzten Webseite vor Abschluss des Einkaufs steht, wird bemerken, dass es hier keine Links zurück zur Startseite gibt. Amazon möchte verhindern, dass potenziellen Käuferinnen und Käufern der Absprung erleichtert wird.
Google A/B Test

Google A/B Tests geben Auskunft darüber, ob Veränderungen dieser Art vom Kunden positiv oder negativ wahrgenommen werden. Manche Anpassungen können sehr groß sein, andere wiederum fast nicht wahrnehmbar:

  • Eventuell planen Unternehmer ein komplettes Redesign eines bestehenden Layouts auf einer Unternehmensseite…
  • oder sie möchten nur, dass ein „Kaufen“-Button seine Farbe von Grün auf Gelb ändert.

Bei beiden Veränderungen weiß man vorher nicht mit hundertprozentiger Sicherheit, wie sich dies auf das Kaufverhalten auswirken wird. Damit keine unter Umständen negativ wahrgenommenen Veränderungen auf der Webseite live schalten, existieren Google A/B Tests.

Der Ablauf von Google A/B-Tests

Etwas vereinfacht ausgedrückt funktionieren Google A/B Tests so:

  • Man wählt zwei zufällige oder gezielte Nutzergruppen aus.
  • Anschließend liefert man zwei unterschiedliche Varianten der Webseite an diese zwei Gruppen aus. Die eine Variante ist die A-Webseite, die andere die B-Webseite.
  • Nun lässt man das Experiment über einen vorher definierten Zeitraum laufen. Mit passenden Analysetools wertet man schließlich die Ergebnisse aus.

Im Detail ist der Prozess von Google A/B Test natürlich komplexer. Um ihn dennoch für Anfänger zugänglich zu machen, existieren Tools wie der Google Optimizer (dazu gleich mehr).

Ziel von Google A/B Tests

Die Ziele von Google A/B Tests werden vorher festgelegt. Optimierungen können zum Ziel haben, die Verweildauer auf einer Webseite zu erhöhen. Vielleicht will der Unternehmer auch die Conversion-Rate erhöhen (dies hatte Amazon in dem obengenannten Beispiel zum Ziel). Click-Through-Raten lassen sich auf diese Weise ebenfalls verbessern. Indem man vorher genau festlegt, was man eigentlich erreichen möchten, können Sie besser definieren, welche Veränderungen notwendig sind.

Wie funktioniert Google Optimize

Google A/B Tests sind ab einer gewissen Unternehmensgröße wichtig, aber in Bezug auf das benötigte Know-how nicht immer leicht durchzuführen. Google Optimize ist ein Tool, das diese Schritte vereinfachen möchte. Dazu muss man sich bei Interesse zuerst ein Konto unter https://optimize.google.com anlegen. Über „Jetzt starten“ geht es los. Der gesamte Setup-Prozess dauert nicht länger als wenige Minuten.

Daraufhin muss Google Optimize noch in die Webseite eingebunden werden. Wie das genau funktioniert, hängt von der jeweiligen Webseite ab. Normalerweise reicht aber ein kurzer Codeschnipsel, der nur aus HTML besteht und direkt im head-Bereich der Webseite landet. Wer zumindest grundlegende Erfahrung mit HTML hat, wird diese Aufgabe ebenfalls innerhalb von fünf Minuten erledigen können. Auch die Einbindung in beliebte Templates und/oder WordPress ist möglich.

Vorgehensweise bei Google A/B Tests im Detail

Durch den Rest der Arbeit navigiert Sie Google Optimize fast von selbst. Schritt für Schritt sieht der Weg zu Google A/B Test ungefähr so aus:

  1. Man klickt im Konto von Google Optimize auf „Jetzt starten“ und „Variante erstellen“. Anschließend entscheidet man sich für einen wiedererkennbaren Namen – vielleicht „KaufButton-A“ oder ähnlich. Mit dieser Variante würden man ein neues Design eines Kaufbuttons testen.
  2. Nun steht eine identische Kopie der Webseite bereit. Dort passt man alles so an, wie man es testen möchte, indem man „0 Änderungen“ (in Rot) wählt. Jetzt erscheinen weitreichende Möglichkeiten, die Webseite neu zu gestalten.
  3. Der sich öffnende Editor erlaubt die Umsetzung der geplanten Änderungen. Schriftarten, Bilder, Buttons, Layouts, Farben: Es gibt fast nichts, was nicht zu ändern ist.
  4. Zuletzt definiert man einen Testzeitraum und ein Ziel für den Google A/B Test. Falls vorhanden, kann man dies aus Google Analytics übernehmen.

Tipps für den Test

Nach vielleicht ein bis vier Wochen erfolgt eine Analyse, welche Variante bei Besuchern der Webseite besser abschneidet. Es ist hilfreich, nur wenige Änderungen auf einmal durchzuführen. Testet man eine Variante mit vier Änderungen, die beim Kunden positiv ankommen, entsteht ein Problem: Welche Veränderung war für die Verbesserung verantwortlich? Es gibt keine Möglichkeit, dies im Nachhinein zweifelsfrei festzulegen. Eine bis maximal zwei Veränderungen pro Google A/B Tests reichen daher völlig aus und sind zielführender.

Die stetige Wiederholung von Google A/B Tests führt dazu, dass sich die Webseite Schritt für Schritt verbessert. Da es keine perfekte Webseite gibt, ist der Prozess nie abgeschlossen und man kann die Seite immer weiter optimieren.

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Ana Karen Jimenez ist Redakteurin beim Deutschen Coaching Fachverlag und hat ihren Bachelor in Literaturwissenschaften und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen abgeschlossen. Sie ist in den Magazinen für lesenswerte Ratgeber und vielfältige Kundentexte verantwortlich.

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